Acclaim: "Unannehmlichkeiten entfallen"
Peter Weiß, PR-Manager Acclaim Entertainment:
GamesMarkt.de:Bedingt durch das neue Jugendschutzgesetz, wird es auf der diesjährigen GC - Games Convention strenge Alterskontrollen geben. Wie haben Sie die neuen Bestimmungen bei der Konzeption Ihres Messestands berücksichtig?
Peter Weiß: Zum Schutz der Jugend wird sich um jedes Display ein geschulter Betreuer kümmern, der nicht nur Informationen rund um das Spiel geben kann, sondern auch darauf achtet, dass die Besucher nur die Spiele zu sehen bekommen, die auch für ihr Alter geeignet sind. Spiele mit einer Altersbeschränkung ab 16 bzw. 18 werden gesondert in einer "Hidden Area" präsentiert. Da wir mit "Gladiator - Schwert der Rache" einen Release mit zwei SKUs anstreben, wird diese Version natürlich auch in zwei unterschiedlichen Fassungen zu sehen sein - einmal als uncut in der "Hidden Area" und einmal als entschärfte Version am Stand selbst.
GM: Wie beurteilen Sie die auf der Messe geplante "Bändchen-Regelung"?
Weiß: Grundsätzlich begrüßen wir diese Vorgehensweise. Abzuwarten bleibt nur, wie sich das Ganze in der Realität behaupten kann, oder ob sich ein regelrechter "Schwarzmarkt" für die begehrten roten Armbänder entwickelt. Für uns Aussteller ist dies sicherlich die einfachste Methode - Ausweiskontrollen oder andere Unannehmlichkeiten entfallen.
GM: Glauben Sie, dass sich die eingeschränkten Präsentationsmöglichkeiten negativ auf den Messeverlauf und die Besucherzahlen auswirken könnten?
Weiß: Im Vorfeld wird der Besucherandrang sicherlich genauso stark sein wie im letzten Jahr. Aufgrund der erfolgreichen Messe im letzten Jahr wohl noch deutlich höher. Die meisten der jüngeren Besucher werden aber wohl erst auf der Messe feststellen, dass sie für ihr "Eintrittsgeld" nur die hälfte der Show zu sehen bekommen. So wird auf den Nachhauseweg ein bitterer Nachgeschmack bleiben, der sich womöglich erst auf die Besucherzahlen im nächsten Jahr negativ auswirken wird.