Activision rutscht ins Minus
Zum ersten Mal seit Juli 1999 musste Activision im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahrs ein negatives Ergebnis vorlegen. Da der Schwerpunkt in diesem Jahr deutlich auf dem 3. Quartal liegt, führte die vergleichsweise geringe Anzahl an Veröffentlichungen zum Minus.
Zuletzt hatte Activision im 1. Quartal 1999 ein negatives Betriebsergebnis bilanziert. Nun hat es denn Publisher im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahrs wieder ins Minus gezogen. Um 31 Prozent von 169,2 auf 117,5 Mio. Dollar gab der Umsatz im Jahresvergleich nach. Da Activision in diesem Geschäftsjahr den Schwerpunkt deutlich auf das 3. Quartal gelegt hat, ist die signifikant gesunkene Anzahl an Veröffentlichungen im 2. Quartal verantwortlich für den Umsatzrückgang. Daraus resultiert das erste Minus seit gut vier Jahren in Höhe von 10,1 Mio. Dollar oder elf US-Cent je Aktie. Für die ersten sechs Monate des Fiskaljahrs bilanziert der Publisher 276,2 Mio. Dollar Umsatz (Vorjahr: 360,4 Mio. Dollar) und einen Nettoverlust von sieben US-Cent je Aktie bzw. 5,9 Mio. Dollar. In den ersten sechs Monaten des letzten Geschäftsjahrs waren 29,8 Mio. Dollar Gewinn verbucht worden. Im Weihnachtsquartal setzt Activision vor allem auf die zugkräftigen Spiele "Tony Hawk's Underground", "True Crime - Streets Of L.A." und "Call Of Duty". Für den neuesten Teil der "Tony Hawk"-Reihe hat der Publisher die größte Marketing- und PR-Kampagne der Firmengeschichte angekündigt. Wegen "zu geringer Marktchancen" hat Activision bei insgesamt zehn Projekten die Entwicklung eingestellt. Darunter fallen auch die Titel "Trinity", "Shaun Palmer's Pro Snowboarder 2"und "Street Hoops 2". Durch diesen Schnitt muss der Publisher eine einmalige Abschreibung in Höhe von 23 Mio. Dollar tätigen. Das zu erwartende starke 3. Quartal veranlasst Activision dann auch, die Prognosen für das restliche Geschäftsjahr zu erhöhen. Das Management erwartet jetzt für das 3. Quartal einen Umsatz von bis zu 390 Mio. Dollar und einen Gewinn von 45 US-Cent je Aktie. Das Gesamtjahr soll mit 780 Mio. Dollar Umsatz und 47 US-Cent Gewinn je Aktie beendet werden.