Antipirateriekampagne zeigt Wirkung
Laut Michael Panknin, stellvertretender IVD-Vorsitzender, zeigen die Antipirateriekampagne und andere Maßnahmen erste Wirkung. Die Zahl von illegalen Downloads sei bereits spürbar zurückgegangen.
Die vor einigen Wochen gestartete Antipirateriekampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" ist erfolgreich angelaufen. Michael Panknin, der als stellvertretender Vorsitzender des IVD intensiv mit dem Thema Spielfilmpiraterie befasst ist, erklärte gegenüber videowoche.de, dass die Kampagne erste Wirkungen zeige. So sei beispielsweise der aktuelle "Der Herr der Ringe"-Film weder auf Deutsch noch im Original im Internet abrufbar. Darüber hinaus würde die Zahl illegaler Downloads spürbar zurückgehen. "Die Strafandrohungen sind in der Szene angekommen. Das ist eine Folge der Kampagne, in Kombination mit vielen anderen Maßnahmen, die derzeit durchgeführt werden", so Panknin. Gestützt werden Panknins Angaben von einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern". Demnach erklärte die Hälfte von 1004 befragten DVD- und Internetnutzern, die bisher schon einmal Musik oder Filme kopiert oder aus dem Internet heruntergeladen haben, dass sie dies künftig gar nicht mehr oder zumindest seltener tun würden. Besonders hoch sei hier mit 43 Prozent der Anteil der 14- bis 18-Jährigen. Allerdings: Insgesamt gaben 51 Prozent der Befragten zu Protokoll, sich von den Strafandrohungen nicht beeindrucken zu lassen.