Atari: "Bändchen-Regelung ist große Hilfe"
Frank Holz, Marketing Director Atari Deutschland:
GamesMarkt: Bedingt durch das neue Jugendschutzgesetz, wird es auf der diesjährigen GC - Games Convention strenge Alterskontrollen geben. Wie haben Sie die neuen Bestimmungen bei der Konzeption Ihres Messestands berücksichtig?
Frank Holz: Wir haben bereits in der Planungsphase sämtliche Regelungen, die der Gesetzgeber vorsieht, in unser Standkonzept integriert. Als einer der führenden Entwickler und Anbieter von Unterhaltungssoftware möchten wir bei der Umsetzung der neuen Richtlinien mit gutem Beispiel vorangehen. Bei der Kreation der Erlebniswelten am Messestand von Atari waren die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen wichtige Grundlagen. Wir haben größten Wert darauf gelegt, dass sämtliche Themen optimal und absolut zielgruppengerecht präsentiert werden.
GM: Wie beurteilen Sie die auf der Messe geplante "Bändchen-Regelung"?
Holz: Die "Bändchen-Regelung" ist für uns als Aussteller eine große Hilfe. Durch das farbige Bändchen, das jeden Messebesucher einer Altergruppe zuordnet, fallen uns Alterskontrollen am Messestand deutlich leichter. Die Regelung trägt zweifelsohne dazu bei, den Verlauf der Messe noch reibungsloser zu gestalten.
GM: Glauben Sie, dass sich die eingeschränkten Präsentationsmöglichkeiten negativ auf den Messeverlauf und die Besucherzahlen auswirken könnten?
Holz: Die Games Convention ist ein Publikumsmagnet, da es um Computer- und Videospiele geht. Unsere Branche bedient ein Massenmarktpublikum und ist, wie beispielsweise die Filmbranche, ein bedeutender Bestandteil der internationalen Entertainmentindustrie. Hinsichtlich der Games Convention schränkt das neue Jugendschutzgesetz die Aussteller nicht ein, es regelt nur einige Rahmenbedingungen neu. Die Industrie ist nun gefordert, neue kreative Präsentationsmöglichkeiten zu entwickeln, um dem Publikum ein großartiges, ebenso informatives wie auch unterhaltsames Messeerlebnis zu bieten.