BSA legt Bilanz 2003 vor

Georg Herrnleben
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Die Kooperation mit Polizei und Staatsanwaltschaft hat 2003 bei der Business Software Alliance deutlich an Bedeutung gewonnen. Wie aus der Jahresbilanz der BSA hervorgeht, unterstützte sie die Behörden bei rund 350 Ermittlungsverfahren.

Die Business Software Alliance (BSA) hat eine Bilanz ihrer Tätigkeit 2003 vorgelegt. Mehr als 1000 Hinweise auf Softwarepiraten sind bei der Organisation, die vor allem den illegalen Einsatz von Standardsoftware bekämpft, eingegangen. Über 250 Fälle konnte die BSA noch 2003 abschließen. Tendenziell habe sich vor allem die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr verstärkt. Rund ein Drittel aller Fälle waren von den Behörden ermittelt worden. An rund 350 Ermittlungsverfahren war die BSA beteiligt. 2002 waren es rund 150. In ihrem Bericht lobt die BSA vor allem die Arbeit der bayerischen Polizei. Der Freistaat Bayern belege bei der Zahl ermittelter Straftaten aus dem Computerbereich im deutschen Vergleich einen vorderen Platz. Ähnlich sieht es bei der Zahl der Anfragen bei der BSA aus. Ein weiteres Ergebnis der BSA-Statistik ist, dass vor allem im Kreativbereich Software überdurchschnittlich oft illegal eingesetzt wird. 15 Prozent aller Fälle bezogen sich auf Unternehmen, die im kreativen Umfeld angesiedelt sind. Dabei handelt es sich etwa um Agenturen, Grafikbüros oder auch Designer. "Dieses Ergebnis überrascht", sagt Georg Herrnleben, Regional Manager Central Europe BSA. "Gerade im kreativen Bereich ist Ideenklau ein hoch sensibles Thema. Diese Sensibilität scheint sich aber noch nicht auf den Bereich Software erstreckt zu haben." Auch Software sei ein Produkt kreativer Arbeit. Herrnleben kündigte deshalb an, in diesen Branchen in nächster Zeit aktiver vorzugehen, um ein Umdenken zu erreichen.

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