Computerspiele nicht schuld an Lesemisere

Computerspiele nicht schuld an Lesemisere

Laut einer Studie der Stiftung Lesen tragen Computerspiele keine Mitschuld an der eklatanten Leseunlust der Jugendlichen.

Laut einer Studie der Stiftung Lesen trägt das Spielen am Computer keine Schuld an der abnehmenden Lesefreude von Jugendlichen. Vielmehr zeige die Studie deutlich auf, dass Gamer gern und oft auch zum klassischen Unterhaltungsmedium Buch greifen. "Schnelles Lesen ist die Grundvoraussetzung für den EDV-Gebrauch", erklärt Leseforscher Bodo Franzmann in einem Gespräch mit Deutschlandradio Berlin. Andererseits sei es "gar nicht von der Hand zu weisen", dass das Medienangebot, das den Jugendlichen insgesamt zur Verfügung steht, etwas mit den erschreckenden Ergebnissen der Pisa-Studie zu tun habe, im Rahmen derer ganze 42 Prozent der Jugendlichen angaben, nicht gern zu lesen. Dies liege allerdings nicht an den Computerspielen selbst, sondern an einem falschen Umgang mit diesem Medium. Gefordert seien an dieser Stelle vor allem die Eltern, die ihre Sprösslinge schon frühzeitig gewissenhaft und behutsam an beide Unterhaltungsarten heranführen sollten.

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