Duplizierer kritisieren Forrester-Report

Charles van Horn, IRMA-Präsident
Charles van Horn, IRMA-Präsident © None

Der Forrester-Report "From Disc to Download", der ein nahes Ende der physischen Datenträger voraussagt, schlägt beim Duplizierer-Verband IRMA hohe Wellen.

Die International Recording Media Association (IRMA) hat den Anfang des Monats vorgestellten Forrester Report "From Disc to Download" hart kritisiert. Forrester prognostiziert darin, dass On-Demand-Services die Zukunft des Entertainmentgeschäfts seien und CDs, DVDs und andere physische Datenträger im Mediengeschäft bald überflüssig würden. "Wir verstehen nicht, wie ein renommiertes Institut wie Forrester einen Report veröffentlichen kann, der auf solch fragwürdigen Thesen aufbaut", sagte Charles van Horn, Präsident der IRMA. "Forrester tut sich selbst keinen Gefallen, wenn die Realität, wie hier geschehen, dermaßen missinterpretiert wird. Die Erkenntnisse des Reports sind eher sensationsheischend, als dass sie das Verhalten des Massenmarktkunden reflektieren", so van Horn weiter. Die IRMA hat ihrerseits einen von Adams Media Research verfassten Report vorgelegt, der als Gegenstudie zu Forrester gesehen werden kann. Demnach sei ein anhaltender DVD-Boom zu erwarten, der der Industrie bis 2008 weltweit jährlich sieben Mrd. ausgelieferte DVDs bescheren werde. Die Haushaltspenetration mit DVD-Playern werde 2008 in den USA 91 Prozent erreichen, heißt es weiter. "Der Home-Entertainment-Markt ist eine mächtige, 25 Mrd. schwere Industrie - getrieben von DVDs, nicht von Downloads", stellt van Horn fest.

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