Duplizierer setzen auf Überwachung
Es ist der GAU für jede Spielevermarktung, wenn ein Titel vor seinem Release bereits im Netz verfügbar ist. Einen lückelosen Schutz gibt es nicht, vor allem sobald Publisher mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Doch insbesondere in der Duplikationsbranche hat man sich längst für den erhöhten Sicherheitsbedarf gerüstet.
Im Oktober 2003 musste Vivendi Universal Games "Half-Life 2" verschieben. Der Grund: Ein großer Teil des Quellcodes wurde gestohlen. Zwar war in diesem Fall kein externer Dienstleister das Sicherheitsleck, doch gerade dann, wenn die Publisher Versionen nach außen geben müssen, wird Sicherheit groß geschrieben. "Sensible Produkte nicht unter strikten Sicherheitsbedingungen zu produzieren, kommt fast einer Dummheit gleich", weiß auch Jürgen Schmidt, GF eruditus. Gerade im Duplikationsbereich ist man sich längst bewusst, dass Vorabversionen im Internet der "Worst Case" für die Produzenten ist.
Sicherheit zählt mehr denn je
"Um dies und daraus resultierende wirtschaftliche Verluste zu vermeiden, arbeitet eruditus nach den höchsten Sicherheitsbestimmungen und in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern", so Schmidt. Eine lückenlose Videoüberwachung, ein externer Sicherheitsdienst sowie die Trennung von Produktions- und Büroräumen sind bei eruditus Standard. Und auch bei Sonopress, Europas größtem Duplizierer, setzt man sich für größtmögliche Sicherheit ein. Modernste Sicherheitstechnik verhindert, dass nichtdeklarierte Datenträger das Haus verlassen. Das Durchleuchten von Taschen und zufällige Personenkontrollen gehören dabei ebenso zum Alltag wie die Überwachung der IT-Netze. "Außerdem wird bei Sonopress gewährleistet, dass nur das für die Produktion notwendige Personal mit dem Mastertape in Kontakt kommt", so Reinhard Osthus, Verkaufsmanager CD-ROM. Schließlich sei das Vertrauensverhältnis zu den Publishern die Grundlage für eine funktionierende Zusammenarbeit. Und dieses könne man sich nur mühsam erarbeiten.