Editorial
Long live Los Leipzig
Der Weg in den Wilden Osten war für die Unterhaltungssoftwarebranche lang und mitunter steinig. Zwar zeigte sie in der Vergangenheit auf unterschiedlichsten Messen Flagge, kam aber nie so recht über den Status des fünften Rads am Wagen hinaus. Forderungen nach neuen Konzepten wurden geflissentlich überhört, die Quittung folgte auf dem Fuße. Ins Vakuum sprang die Leipziger Messe, ihr zur Seite der Messebeirat - beiden gebührt viel Lob und Anerkennung. Der Rest ist Geschichte. Die GC hat sich in ihrem zweiten Jahr voll etabliert. Der Erfolg spricht Bände: Das Publikum war da, die Presse bescherte das bitter nötige und lang ersehnte positive Medienecho und der deutsche Handel marschierte gleich mit seinem Toplevel auf.
Was will man mehr? Eine europäische Öffnung? Gemach, gemach!, lautet mein Zwischenruf. Warum so eilig? Besinne man sich doch lieber auf den Ausbau der vorhandenen Bereiche, etwa der GC family. Ein gelungener Auftakt, der noch reichlich Potenzial bietet. Das gilt auch für die zweite Premiere der GC/DC. By the way: Der Säulenstand der GVU war eine klasse Idee; die hinterlassenen Sprüche und Sentenzen eine wahre Fundgrube für Piratenjäger und -bräute. Sie spiegelten die Stimmungslage der Kiddies wider und fordern zum Diskurs heraus. Dem sollte sich die Branche offensiv stellen, Hand in Hand mit der GVU.
Harald Hesse Chefredakteur [mailto:h.hesse@e-media.de@@@h.hesse@e-media.de]