Editorial
Gelernt ist gelernt
Ich bekenne: Ich bin versaut. Durch den Handel. Besser: durch seine Verkaufspreise. Auch für PC- und Videospiele. Sicherlich bin ich privilegiert, weil ich dank meines Jobs auch mal kostenlos in den Genuss des einen oder anderen Rezensionsexemplars komme. Deshalb falle ich aber längst nicht vollends als Käufer aus. Bis vor wenigen Wochen jedenfalls.
Denn was der Handel mir als Endverbraucher - seine Gründe tun jetzt nichts zur Sache - seither an Sonder-, Super-, Spitzen- und Megaangeboten mit der Tageszeitung am Frühstücktisch beschert hat, sucht wirklich seinesgleichen. Ich - und nicht nur ich, wie ich aus meinem Bekannten- und Freundeskreis weiß - habe die Lektion gelernt: Spiele zum Ladenpreis jenseits der 49 Euro, was rede ich, Preise über 39 Euro empfinde ich spätestens seit letztem November als viel zu teuer.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Und weil ich vor lauter Schnäppchen gar nicht mehr wusste, wo mir der Kopf stand, bediene ich mich jetzt einer Internetpreisagentur, die mir das jeweils günstigste Angebot heraussucht und bequem per Mail zuschickt. Und wenn mir das dann immer noch zu hoch erscheint, warte ich eben bis zur Zweitvermarktung. Das geht in der Gamesbranche ja ohnehin recht fix. Für mich rechnet sich das. Rechnet sich das auch für den Handel? Auf ins Sparjahr 2004!
Harald HesseChefredakteur [mailto:h.hesse@e-media.de@@@h.hesse@e-media.de]