Eidos kehrt in Gewinnzone zurück
Eidos hat im Geschäftsjahr 2002/2003 den Turnover geschafft. Nach Verlusten in den vorangegangenen zwölf Monaten sorgten die guten Abverkäufe der vier Keytitel für die Rückkehr in die Profitabilität.
Nach Verlusten im Geschäftsjahr 2001/2002 hat Eidos im jetzt bilanzierten Fiskaljahr 2002/2003 (Ende 30. Juni) die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Für die Umsatzzunahme in Höhe von 30 Prozent waren vor allem die Titel "Hitman 2 - Silent Assassin", "TimeSplitters 2", "Tomb Raider: The Angel Of Darkness" und "Der MeisterTrainer 02/03" verantwortlich, von denen jeweils über eine Mio. Stück abgesetzt wurden. Der Umsatz im bilanzierten Zeitraum beläuft sich auf 151,5 Mio. britische Pfund (ca. 220 Mio. Euro), im Vorjahr lag der Umsatz bei 116,5 Mio. Pfund (knapp 169 Mio. Euro). Das EBITA beträgt 17,4 Mio. Pfund (rund 25,2 Mio. Euro), nach einem Verlust in Höhe von 4,5 Mio. Pfund (ca. 6,5 Mio. Euro) im Vorjahr. Insgesamt haben die Engländer in den letzten zwölf Monaten 13 neue Titel veröffentlicht. Trotz der Verluste im Vorjahr hat sich die finanzielle Basis des Publishers nur geringfügig verschlechtert. Laut Jahresabschlussbericht verfügt Eidos über Cashreserven in Höhe von 58,2 Mio. Pfund (rund 84,4 Mio. Euro). Der Vorstand geht für das kommende Jahr von einem massiven Wachstum aus. Im Fokus stünden die Veröffentlichungen von sechs potenziellen Hits. Dabei handelt es sich u. a. um "Commandos 3 - Destination Berlin", "Legacy Of Kain: Defiance", "Deus Ex 2 - Invisible War", "Hitman 3: Contracts" und "The Italian Job". Das nächste Spiel mit Lara Croft werde aber noch etwas länger auf sich warten lassen. Eine Veröffentlichung ist für das am 30. Juni 2005 endende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt. Weitere Veränderungen in der Entwicklerstruktur schließt Eidos nicht aus. Sowohl interne als auch externe Entwickler sollen auf ihre Profitabilität überprüft und die Geschäftsbeziehungen gegebenenfalls neu überdacht werden.