Eidos kehrt in Gewinnzone zurück

Eidos kehrt in Gewinnzone zurück
© None

Eidos hat im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder Gewinn eingefahren. Trotzdem will der Konzern weiter die Profitabilität von internen und externen Entwicklern überprüfen und notfalls Konsequenzen ziehen. Laut britischen Medien will Eidos sogar den GameCube nicht mehr unterstützen.

Mit einem Umsatzplus in Höhe von 30 Prozent hat Eidos im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. 151,5 Mio. Pfund (rund 220 Mio. Euro) generierte Eidos durch den Verkauf seiner Spiele. Dabei erwirtschaftete Eidos ein Ebita von 17,4 Mio. Pfund (rund 25,2 Mio. Euro). Im Vorjahr hatte der britische Publisher noch ein Minus von 4,5 Mio. Pfund bei Umsätzen in Höhe von 116,5 Mio. Pfund wegstecken müssen.

Trotz erfolgreichem Turnaround betrachtet das Management die Restrukturierung aber noch nicht als abgeschlossen. Man will die Profitabilität interner wie externer Entwicklerteams unter die Lupe nehmen. Konsequenzen seien nicht ausgeschlossen, heißt es dazu aus London. Wie schnell Eidos Worten Taten folgen lässt, hat neben "Lara Croft"-Entwickler Core Design jüngst auch Sports Interactive feststellen müssen.

Eidos und Sports Interactive, Entwickler der "Meistertrainer"-Spiele, werden nach Fertigstellung der aktuellen Version ihre Zusammenarbeit beenden. In beiderseitigem Einvernehmen wurde die Trennung mit "kreativen Unstimmigkeiten" begründet. Eidos behält den Markennamen, Sports Interactive den Quellcode und die Spielerdatenbank. Die Bereinigung in der Portfoliostrategie scheint jedoch weit über die Zusammenarbeit mit einzelnen Entwicklern hinauszugehen. So hat Eidos-Chef Mike McGarvey in der "Times" angekündigt, künftig keine GameCube-Spiele mehr veröffentlichen zu wollen. Aus den USA gab es inzwischen eine anders lautende Meldung. Und auch Eidos Deutschland wollte den Rückzug aus dem GameCube-Geschäft nicht bestätigen.

Read more