Eidos straft Core für Bugs ab

Eidos straft Core für Bugs ab

Unter dem Deckmantel Brand-Awareness hat Eidos Interactive Entwickler Core Design abgestraft und die Entwicklung künftiger "Tomb Raider"-Spiele in die Hände des US-Studios Crystal Dynamics gelegt.

Eine jüngst an die Finanzwelt verbreitete Nachricht von Eidos hatte es in sich: Der Verkauf des neuesten "Tomb Raider"-Spiels liege innerhalb der Erwartungen des Managements, so dass im vergangenen Geschäftsjahr nun doch die ursprünglich angepeilten und zwischenzeitlich revidierten Gewinne erreicht würden. Die eigentliche Sensation folgte allerdings erst nach dieser positiven Neuigkeit: Eidos sprach Core Design öffentlich sein Misstrauen aus.

Im Bewusstsein der Notwendigkeit, den Wert und die kommerziellen Erfolgschancen für eines der wichtigsten Unternehmensfranchises kontinuierlich zu verbessern und zu maximieren, habe das Management beschlossen, die Entwicklung des "Tomb Raider"-Franchise dem hauseigenen US-Studio Crystal Dynamics zu übertragen. Mit anderen Worten: Core Design verliert wegen des verbugten Release sein eigenes Baby an die US-Entwickler. Damit nicht genug: Die künftige Zusammenarbeit mit Core steht generell auf dem Prüfstand.

Ob der jüngste Schritt mit den Beschuldigungen von Paramount tags zuvor in Zusammenhang steht, ist Spekulation. Das Filmstudio war auf Grund des schlechten Kinostarts von "Lara Croft - Die Wiege des Lebens" mit nur knapp über 20 Mio. Dollar am Startwochenende selbst unter Druck geraten und machte gegenüber Reuters Eidos mitverantwortlich.

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