ELSPA legt Vergleichsstudie für Europa vor
Zum Auftakt der ECTS hat der britische Softwareverband ELSPA mit dem "White Paper 2003" einen Statusbericht der Unterhaltungssoftwarebranche in Großbritannien veröffentlicht. Unter den europäischen Märkten ist Deutschland nach wie vor klar die Nummer zwei.
Eine Woche nachdem die deutsche Gamesbranche in Leipzig neues Selbstvertrauen getankt hat, traf sich die britische Branche in London zur ECTS. Zum Messeauftakt veröffentlichte die Entertainment and Leisure Software Association (ELSPA) einen Statusbericht, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt.
Zu Recht, liegt Großbritannien doch laut Marktforschern mit einem Jahresumsatz von 1,719 Mrd. Euro 2002 fast uneinholbar an der Spitze Europas. Aus der ELSPA-Statistik, der die GfK-Daten für PC- und Konsolenspiele zu Grunde liegen, geht auch hervor, dass Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt Europas ist, vor Frankreich, Skandinavien, Italien und Spanien. Für die britische Unterhaltungsmedienlandschaft zeichnet die ELSPA ein ähnliches Bild wie für die USA oder Deutschland: Der Umsatz mit Unterhaltungssoftware rangiert vor den Kinoumsätzen und dem Videoverleihmarkt. Lediglich das Musikbusiness generiert mehr Einnahmen.
Mit besonderem Stolz erwähnt die ELSPA in ihrem "White Paper" die britische Entwicklerszene, die weit über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich und anerkannt ist. Und zwar selbst dann, wenn man das Ausnahmephänomen "Grand Theft Auto: Vice City", das ebenfalls in Großbritannien entstand, außer Acht lassen würde. Das Signal, das vom "White Paper" ausgeht, ist eindeutig: Die britische Branche will Europas Nummer eins bleiben, sowohl bezüglich der Absatzzahlen als auch hinsichtlich der Kreativität. Und von diesem Thron ist UK nur schwer zu stürzen.