GameCube-Absatz steigt um Faktor 10
Die Preissenkung beim GameCube hat sich ganz offensichtlich ausgezahlt. Nintendo spricht von einer Verzehnfachung des Absatzes. Der Handel bestätigt deutlich mehr Bewegung bei der Konsole. Microsoft hingegen bewertet die Preissenkung als "überfälligen Schritt".
Die Preissenkung beim GameCube hat sich besser auf den Abverkauf ausgewirkt, als selbst Nintendo erwartet hatte. Nach Unternehmensangaben wurde in der ersten Woche nach der Preisreduzierung am 17. Oktober eine Verzehnfachung des Absatzes in Europa registriert. Im Interview mit games.markt war Axel Herr, Managing Director Sales & Marketing Nintendo Deutschland, von "mindestens einer Vervierfachung" ausgegangen. Genaue Abverkaufszahlen nannte Nintendo freilich nicht.
Mitbewerb sieht keinen Handlungsbedarf
Allerdings bestätigten mehrere Händler auf Nachfrage von games.markt, dass zum Teil deutlich Bewegung im Abverkauf der Plattform festzustellen war. Während Axel Herr GameCube bereits zum potenziellen "Renner im Weihnachtsgeschäft" hochstilisiert, bleibt der Mitbewerb gelassen. Hans Stettmeier, Dir. Home and Retail Division bei Microsoft, bezeichnete die Preissenkung als "längst überfälligen Schritt", der lange vom Markt erwartet worden sei. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Xbox werde davon aber nicht tangiert. "Wer auszieht, um die günstigste Videospielkonsole zu kaufen, der hat jetzt die Wahl zwischen der PSone und dem GameCube", so Stettmeier. Er kündigte zudem viele attraktive Pakete zum Weihnachtsgeschäft an, mit denen Microsoft die Gamer überzeugen werde und die klar machen sollen, wofür "It's good to play together" steht.