Gameshouse setzt richtiges Signal
Auf der jüngsten VUD-Midgliederversammlung erhielten die Geschäftsführer des Verbands den Auftrag, in Berlin das neue Kommunikationszentrum der Branche zu realisieren. games.markt hat dazu einige Stimmen eingeholt.
Hilft der Branche Wir begrüßen die Entscheidung und werden das Gameshouse im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Dieses Projekt setzt das richtige Signal und hilft der gesamten Branche. Marc Wardenga, General Manager Germany Empire Interactiv)
Betreuer ist entscheidend 1. Die Idee ist klasse - wenn sie von allen Beteiligten gelebt wird, nicht nur von den Mitgliedern des VUD, sondern von allen, die in der Branche Games was bewegen. Und wenn es der VUD schafft, diese Adresse zu einer Anlaufstelle für Jugend- und Entertainmentmarketing zu machen 2. Die unerwartete Verkündung war vielleicht ein Schachzug, aber die Darstellung der Vermarktung und damit Finanzierung schlecht vorbereitet und strategisch eine Bruchlandung, wie die ziemlich einseitige Reaktion der Anwesenden zeigte: Die Finanzierung bestand aus wackeligen Behauptungen und vorausgesetzten Zusagen - das hat nach meiner Erfahrung noch nie geklappt, in keiner Branche, die ich kenne. Da sind die Marketingleute in jeder Branche (Gott sei Dank!) zu unberechenbar. 3. Die Qualität, Tempel und Mittelpunkt der Branche zu werden, zeigt sich ganz entscheidend mit der Auswahl des "Betreuers", eines hoch qualifizierten und von jeder Verbandsmentalität freigestellten Event-Managers, einer Stabsfunktion. Wenn das das gleiche Spiel wird wie bei der Auswahl des PR-Manns des VUD... 4. Ich werde die Idee des Gameshouse bei meinen Consult+Coach-Arbeiten unterstützen, auch und obwohl der VUD sich bei meinem Bemühen, Mitglied zu werden, eher negativ geäußert hat. Hans Seyfried, Consultant+Coach Trade-Marketing
Man wird sehen Grundsätzlich begrüßen wir die Aktivitäten vom VUD, im Sinne der Mitglieder für eine höhere Akzeptanz von Unterhaltungssoftware bei Medien, Lobbyisten sowie Endverbrauchern zu sorgen. Ein Konzept "Gameshouse - Haus für interaktive Kultur" ist von der Wertigkeit des Begriffs "Kultur" her sehr fragwürdig, da Kultur etwas mit Wertbeständigkeit und Erschaffen "sozialer Kompetenz" zu tun hat. Unsere Branche existiert seit circa 20 Jahren, und die meisten der heute marktführenden Unternehmen sind erst später dazugekommen. Somit ist doch das Interesse in erster Linie im Wirtschaftsbereich zu sehen, als in der Weitergabe von "Kulturgütern" für spätere Generationen. Gerade unsere Branche weiß, dass es heute eine Plattform für Kommunikaton "weltweit" gibt, die nicht abhängig vom Standort, z. B. Berlin, ist. Inwieweit die Konzeption "Gameshouse" angenommen wird, bleibt abzuwarten, da hier die Resonanz der geplanten Besucher noch nicht zu beurteilen ist. Jochen Schmitz, Geschäftsführer BMS Modern Games
Volle Unterstützung Die Idee des VUD Vorstands, in Berlin ein Gameshouse einzurichten, hat meine volle Unterstützung. Ich denke, wir alle können hier viel für das Image der Gamesindustrie tun. Eine Plattform, auf der Industrie, Politik, Medien, Handel und Verbraucher zusammenfinden, ist eine sehr gute Idee. Wir als Industrie können hier in kompetenter Weise beweisen, dass unsere Inhalte sehr wohl als Kultur anzusehen sind. Hier können wir Eltern, Politikern und anderen Interessierten zeigen, was interaktive Unterhaltung eigentlich bedeutet, dass es viel mehr als nur Rumballern ist. Ich persönlich werde das Gameshouse stark in unsere Marketingaktivitäten einbinden. Wir werden dort Produkteinführungen präsentieren sowie übergreifende Meetings und Schulungen durchführen. Generell sind wir hier in alle Richtungen offen und werden uns stark einbringen, um das Gameshouse zum Erfolg zu führen. Peter Schroer, Geschäftsführer ak tronic