GC 2003 soll Debüterfolg toppen
Nach einem fulminanten Start im vergangenen Jahr geht die GC - Games Convention vom 21. bis zum 24. August in ihre zweite Runde. Mit alten und neuen Sonderschauen, einem Termin in den Sommerferien und einem breiten Spektrum publikumswirksamer Aktionen, wie dem Eröffnungskonzert, soll der Erfolg vom Vorjahr übertroffen werden.
Ein wenig Nervosität war allen Beteiligten der Games Convention im vergangenen Jahr vor dem Debüt der Spielemesse durchaus anzumerken. Sowohl die Leipziger Messe als auch die im VUD - Verband der Unterhaltungssoftware organisierten Unternehmen sahen mit Spannung der Feuertaufe eines einzigartigen Versuchs, Industrie, Handel und Verbraucher für mehrere Tage an einem Ort zu versammeln, entgegen. Dem Projekt war Erfolg beschieden, wie die Daten aus dem vergangenen Jahr eindrucksvoll belegen: 166 größtenteils zufriedene Aussteller, 80.000 nicht weniger zufriedene Besucher und ein Medienecho, mit dem bei weitem nicht jede Messe aufwarten kann. Kein Wunder also, dass sich die Nervosität diesmal in Grenzen hält. Zumal die Vorzeichen in diesem Jahr einen ähnlichen, wenn nicht sogar noch größeren Erfolg erahnen lassen. "Wir hatten mit der GC 2002 eine ausgezeichnete Premiere", sagt Angela Schierholz, GC-Projektleiterin bei der Leipziger Messe. Die Nachfrage potenzieller Aussteller aus der Spielebranche sei gestiegen, denn "die Resonanz sowohl in der Branche als auch beim Publikum hat offensichtlich auch diejenigen überzeugt, die der GC im vergangenen Jahr noch mit ein wenig Skepsis begegnet sind", so Schierholz weiter.
Wachstum außerhalb der Kernindustrie
Besonders erfreulich sei auch, dass die Messe auch außerhalb der Kernindustrie wachsen konnte, die GC sich also auch bei den angrenzenden Branchen gut positioniert hat. Da der Erfolg aber letztlich nicht allein von den Ausstellern abhängt, haben Schierholz und ihr Team in diesem Jahr eine Vielzahl neuer Aktionen für das Publikum aus der Taufe gehoben. Unter anderem wird es in Leipzig zahlreiche Funsport-Areas — vom Surfsimulator bis zum Skateparcours — geben. Aber auch Sonderschauen sollen die Besucher in ihren Bann ziehen. So ist unter anderem ein "Handymuseum" geplant, in dem die Geschichte des Mobilfunks anschaulich dargestellt wird. Vor allem die Mobiltelefone prominenter Persönlichkeiten, angefangen von der ersten Mobilfunktechnik in Adenauers Mercedes bis zu den Telefonen von Bill Clinton und Gerhard Schröder, dürften zu Publikumsmagneten avancieren.
Für viel Furore werden jedoch, wie auch bereits im vergangenen Jahr, die Aussteller selbst sorgen. Ob Bühnenshow, Competition oder Gewinnspiel, kaum eine Firma wird in den Leipziger Hallen nicht eine Form von Live-Entertainment zelebrieren. Nach Angaben von Angela Schierholz sind die Aussteller bester Stimmung: "Alle, mit denen wir gesprochen haben, freuen sich auf die GC 2003, das Ambiente in Leipzig und '4 tage Action+'." Mit besonderer Spannung wird außerdem das Debüt zweier neuer Bereiche beobachtet werden. So wird mit dem Sonderbereich GC familiy auf der Messe ein Areal eröffnet, in dem sich alles um den richtigen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit PCs, Lernsoftware und Spielen drehen wird. Ein Reihe von informativen Workshops und Vorträgen lädt Interessierte dazu ein, sich mit dem Thema auf der GC intensiv auseinander zu setzen. Daneben wurden in diesem Jahr auch erstmals die Entwickler stärker in das Messekonzept eingebunden. Anstatt lediglich Vorführer ihrer eigenen Kreationen an den Ständen der Aussteller zu sein, haben die Entwickler in diesem Jahr ein Forum für den aktiven Know-how- und Informationsaustausch erhalten: die Games Convention Developer Conference (GC/DC). An den beiden Tagen vor Messebeginn wird dort über die wichtigsten Themen der Entwicklerszene referiert und diskutiert.
Last but not least wird es dann doch einen wesentlichen Unterschied zur Premierenveranstaltung im vergangenen Jahr geben: So zwingt das neue Jugendschutzgesetz Aussteller und Organisatoren, darauf zu achten, wer welche Produkte zu sehen bekommt. Um die notwendigen Alterskontrollen auf der Messe zu vereinfachen, haben sich die Leipziger Messe und der VUD eine Bändchen-Regelung einfallen lassen. Bereits beim Eintritt erhalten alle Besucher ein Armband, dessen Farbe — analog zu den Kennzeichen der USK — die "Alterseinstufung" des Besuchers verrät. Bei den Ausstellern kommt diese Regelung durchaus an und wird als große Hilfe und pragmatische Lösung gewertet. Auch wenn es durch diese Regelung die eine oder andere Verzögerung beim Betreten der Messehallen geben könnte, steht doch nicht zu befürchten, dass es aufgrund der Jugendschutzbestimmungen zu einem Besucherschwund kommen wird. Im Gegenteil: Viele Publisher glauben, dass gerade den Eltern von Jugendlichen auf diese Art und Weise die Unsicherheit genommen werden kann, ob die Software, die ihre Spösslinge testen wollen, auch tatsächlich für ihre Altersstufe geeignet ist.