Haitianer ziehen Rockstar vor Gericht
Zwei haitianische Bürgerrechtsorganisationen haben nun doch Klage gegen den US-Spielehersteller Rockstar Games sowie weitere Spielefirmen wegen diskriminierender Darstellung von Menschen haitianischer Abstammung in "Grand Theft Auto: Vice City" eingereicht.
Rockstar Games, eine Division von Take 2 Interactive, muss nun doch vor Gericht. Nach Berichten verschiedener US-Medien haben zwei haitianische Bürgerrechtsorganisationen Klage gegen Rockstar Games, aber auch gegen Sony Computer Entertainment, Microsoft und verschiedene US-Handelsketten eingereicht. Gegenstand ist das Spiel "Grand Theft Auto: Vice City", in dem Menschen haitianischer Abstammung diskriminierend dargestellt würden. Auch werde die Hauptfigur in der Story aufgefordert, Haitianer zu töten. Kritisiert wurde die Darstellung erstmals Ende November. Rockstar Games reagierte prompt und versprach, eine neue Version zu produzieren. Dies geht den Bürgerrechtsorganisatoren jedoch nicht weit genug: Sie fordern einen Verkaufsstopp sowie Schadensersatz, der jedoch im für US-Verhältnisse äußerst gemäßigten fünfstelligen Dollarbereich liegt.