Im Porträt: Universal Studios Network
Im August 1998 startete Universal Studios Networks (USN), Tochter der Universal Studios, auf DF1 den Abo-TV-Sender 13th Street - The Action & Suspense Channel und damit seine Aktivitäten in Deutschland. Seit dem Zusammenschluss von DF1 und Premiere ist 13th Street via Premiere zu empfangen.
Neben 13th Street unterhält USN auch den im vergangenen Jahr gestarteten Science-Fiction-Sender Sci Fi sowie den Spielfilmsender Studio Universal, der zurzeit als Fensterprogramm auf 13th Street ausgestrahlt wird. Außer von Premiereabonnenten können die Sender in Deutschland auch von Kunden von PrimaCom und ish bestellt werden. Dass die im Gegensatz zum Mainstream-TV geringe Reichweite letztlich vor allem mit den Tücken des deutschen Digital-TV-Markts zusammenhängt, zeigt ein Blick über den "großen Teich": In den USA können rund 80 Mio. Haushalte Sci Fi empfangen. Ein Beleg dafür, dass Spartenfernsehen nicht zwangsläufig mit geringer Reichweite verbunden ist.
Grundlage für den Erfolg der Sender ist die strategische Entscheidung, Markenfernsehen zu produzieren. Und zwar unabhängig davon, wer produziert. Die Sender der Universal-Studios-Networks-Familie sind deshalb keine "Abspielstationen" des gut gefüllten Universal-Archivs, sondern kaufen ihre Ware bei allen am Markt befindlichen Produzenten ein, darunter auch bei den anderen Hollywoodstudios. Damit einher geht die Entscheidung, genredefiniertes Fernsehen auszustrahlen. Im Fall von 13th Street bedeutet das: Spielfilme, Serien, Kurzfilme und Eigenproduktionen, die einem der Genres Action, Krimi, Mystery, und Thriller zuzuordnen sind.
Bei Sci Fi ist der Name Programm, wobei alle Arten von Science-Fiction abgedeckt werden. Die dadurch entstehende Nähe zur Zielgruppen, beispielsweise zur Gamesbranche machen USN auch als Werbepartner interessant. Speziell aus dem Spielebereich sind bereits Kampagnen unter anderem für "Splinter Cell", "Terminator 3" und "SpellForce" umgesetzt worden.