Junge Union stellt Antipirateriebeschluss vor
Auf ihrem filmpolitischen Empfang im Rahmen der Berlinale hat die Junge Union Deutschland einen Forderungskatalog zur Bekämpfung von Raubkopien vorgestellt.
Die Junge Union (JU) hat auf ihrem filmpolitischen Empfang am 6. Februar in Berlin ihren Bundesvorstandsbeschluss "Fluch der Raubkopien" der Öffentlichkeit vorgestellt. In dem Beschluss weist die JU darauf hin, dass "Raub- und Privatkopien im digitalen Zeitalter zu einer existenziellen Bedrohung der deutschen Kultur- und Medienwirtschaft geworden sind". Aus der gesetzlichen Ausnahmereglung der zulässigen Privatkopie sei "ein Regelfall" geworden: "Die Privatkopie ist die Hauptquelle der sich im Umlauf befindlichen Raubkopien." Deswegen sei die Politik in der Pflicht, diese Missstände zu beheben. Die JU fordert daher, dass die rechtliche Zulässigkeit der Privatkopie in ihrem Ausnahmecharakter erkennbar sein müsse. Das unautorisierte Anbieten urheberrechtlich geschützter Werke in Internettauschbörsen müsse ebenfalls verboten werden. Außerdem: "Die Landesregierungen sind aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden erkennen, dass Raubkopien ein lukratives Geschäftsfeld für die organisierte Kriminalität darstellen und entsprechend verfolgt werden müssen." An dem Empfang nahmen rund 100 Gäste teil, darunter zahlreiche Vertreter von Kino- und Videoverbänden. Für den IVD waren Michael Panknin und Jörg Weinrich vor Ort.