Karstadt-Chef will traditionelle Verhältnisse neu regeln
Vornehmlich um das Tagesgeschäft kümmert sich nun Prof. Dr. Helmut Merkel, seit zwei Monaten Vorstandschef der Karstadt Warenhaus AG. Sein vorrangiges Ziel: die Effizienz problematischer Standorte zu erhöhen.
Prof. Dr. Helmut Merkel, seit zwei Monaten Vorstandschef der Karstadt Warenhaus AG, kümmert sich jetzt vornehmlich um das Tagesgeschäft. "Ich musste meine Prioritäten umstellen, Vorrang hat jetzt das Warenhaus", sagte der studierte Betriebswirt der "LebensmittelZeitung". Nach einem "durchaus befriedigenden ersten Halbjahr" hofft Merkel auf einen starken Herbst: "Wir haben unser Planziel, den Umsatz des Vorjahrs zu erreichen, noch nicht aufgegeben." Sein vorrangiges Ziel sei es nun, die Effizienz "problematischer Standorte" zu erhöhen. Für diese Häuser will er maßgeschneiderte Sortimentszusammenstellungen entwickeln. "Wir werden anhand konkreter Abverkaufszahlen und mit Hilfe unserer Warenwirtschaft ein exakt auf die Standorte zugeschnittenes Sortiment und ein dazu passendes Ladenlayout definieren." Das bedeute auch, traditionelle Verhältnisse "partnerschaftlich" neu zu regeln. Merkel kann sich vorstellen, dass ausgewählte Sortimente im Besitz des Herstellers bleiben, bis sie an den Endkunden verkauft sind. Inwieweit sich die Industrie darauf einlässt, "hängt vom jeweiligen Lieferanten ab".