Karstadt muss sparen

Karstadt-Vorstand Wolfgang Urban
Karstadt-Vorstand Wolfgang Urban © None

Der Gewinneinbruch im Jahr 2003 und die schwierige allgemeine Wirtschaftslage zwingen KarstadtQuelle zu unpopulären Maßnahmen.

KarstadtQuelle-Vorstand Wolfgang Urban rechnet in diesem Jahr nicht mit einem Umsatzwachstum für den Handelskonzern. Die verbesserte Kostenstruktur lasse aber auf eine deutliche Ergebniserholung hoffen, so Urban gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Doch dürfe die Konjunktur nicht erneut einbrechen und der Handel nicht weiter ungebremst Rabattschlachten austragen. 2003 hatte Karstadt ein Umsatzminus von 3,4 Prozent auf 15,3 Mrd. Euro und einen Umsatzrückgang von 162 auf 108 Mio. Euro verzeichnet. Des Weiteren gebe es Überlegungen über die Abgabe des defizitären Geschäfts mit technischen Artikeln. Bis 2007 soll zudem nahezu die Hälfte der derzeitigen Verkaufsfläche von 2,1 Mio. Quadratmetern überprüft werden. Das gesamte Geschäftsmodell Warenhaus stehe auf dem Prüfstand, so Urban. Ein Stellenabbau im Verkauf sei aktuell nicht geplant. Urban wollt jedoch Personaleinsparungen im administrativen Bereich nicht ausschließen. In der Diskussion seien hier 3000 Arbeitsplätze und eine Einsparung von 75 Mio. Euro.

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