Liebermann kritisiert "Vice City"
Der demokratische US-Senator Joseph Liebermann hat sich auf einer Wahlkampfveranstaltung gegen Gewalt in Videospielen ausgesprochen. Dem ehemaligen Kandidaten für das Vizepräsidentenamt ist besonders "GTA: Vice City", der Superhit von Take 2, ein Dorn im Auge.
Auf einer Wahlkampfveranstaltung hat sich der US-Senator Joseph Liebermann erneut als scharfer Kritiker von Spielen mit gewalttätigem Inhalt hervorgetan. Dabei schoss sich der Politiker aus Conneticut besonders auf den Take-2-Hit "GTA: Vice City" ein. Das Spiel sei "abscheulich" zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Liebermann, der auf einer Veranstaltung vor Studentinnen des Dartmouth College sprach. Liebermann kritisierte in erster Linie, dass der Spieler in 'Vice City' dafür belohnt würde, "Frauen zu attackieren, auf sie einzutreten, wenn sie am Boden liegt, und sie dann zu erschießen." Dadurch stehe zu befürchten, das Teile der heranwachsenden Generation den Respekt vor Frauen verlieren könnte. Abschließend rief der demokratische Exkandidat für den Posten des Vizepräsidenten die Entertainmentindustrie zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf. Damit gerät Take 2 in den USA erneut in die Schusslinie. Erst im Dezember hatte sich der Publisher gegenüber verschiedenen Bürgerrechtsorganisationen einsichtig gezeigt und "Vice City" um einige beanstandete Szenen bereinigt. Zudem ist eine Klage wegen Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen gegen "Vice City"-Entwickler Rockstar vor einem US-Gericht anhängig.