Metro AG legt Halbjahreszahlen vor
Trotz Konsumflaute erzielte die Metro-Gruppe im ersten Halbjahr 2003 Umsatzzuwächse. Mit zehnprozentigen Wachstumsraten glänzte erneut Media-Saturn. Hingegen machen sich bei der Kaufhof-Warenhauskette zwar allmählich die Einsparungsmaßnahmen bezahlt, es stehen jedoch noch immer rote Zahlen in der Bilanz.
Die Metro-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2003 zurück. So konnte der Umsatz um 4,5 Prozent auf 24,95 Mrd. Euro gesteigert werden - währungsbereinigt um 6,3 Prozent. Gleichzeitig legte das EBIT von 175,9 auf 211,5 Mio. Euro zu. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatzstieg minimal auf 46,3 Prozent. "Wir sind gut aufgestellt und trotz einer nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage erfolgreich", kommentierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Hans-Joachim Körber das Ergebnis. Einen nicht unerheblichen Anteil trug die Vertriebsschiene Media-Saturn zum guten Ergebnis bei.
Media-Saturn stützt Ergebnis
Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,9 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro erhöht werden. Das EBIT lag mit 48,2 Mio. Euro um 10,4 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Trotz der Krise des Einzelhandels verzeichnete Media-Saturn in Deutschland ein Umsatzplus von 3,9 Prozent. In Osteuropa stand ein Umsatzplus von 4,7 Prozent und in Westeuropa von 23,1 Prozent in der Halbjahresbilanz.
Die Zahl der Media und Saturn-Märkte stieg von 386 auf 401. Sorgenkind der Metro-Gruppe bleibt hingegen die Kaufhof Warenhaus AG. Hier ging der Umsatz um 1,2 Prozent auf 1,73 Mrd. Euro zurück. Das Kerngeschäft in Deutschland reduzierte sich um 1,5 Prozent auf 1,61 Mrd. Euro. Das EBIT konnte zwar um 12,4 Prozent gesteigert werden, lag jedoch mit 38,4 Mio. Euro immer noch deutlich im Minus. Nach einem verhaltenen Ostergeschäft führten gegen Ende des 2. Quartals die längeren Ladenöffnungszeiten zu deutlichen Umsatzzuwächsen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Metro weiterhin nachhaltig profitables Wachstum. Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr wird die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr von fünf auf 5,5 Prozent Wachstum vor Wechselkurseffekten angehoben. "Außerdem gehen wir davon aus, dass der Gewinnzuwachs je Aktie im Geschäftsjahr 2003 im oberen Bereich des Erwartungskorridors von sechs bis zehn Prozent liegt. Wir sind zuversichtlich, dass sich die positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird", so Körber.