Microsoft soll Rekordstrafe an EU zahlen

Geht hart gegen Microsoft vor: Mario Monti
Geht hart gegen Microsoft vor: Mario Monti © None

Am kommenden Mittwoch soll Microsoft von den EU-Wettbewerbshütern zu einem Rekordbußgeld verurteilt werden. Annähernd eine halbe Mrd. Euro fordert EU-Kommissar Mario Monti von dem Softwarekonzern.

Die EU-Kommission erwägt laut Presseberichten, ein Rekordbußgeld gegen Microsoft zu verhängen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, soll sich das Bußgeld auf 497 Mio. Euro belaufen. Am heutigen Dienstag beraten Vertreter der 20 EU-Kommissare abschließend über die Höhe der Strafe. Bei einer mehrheitlichen Entscheidung kann die Summe nach unten korrigiert werden. Bereits in den vergangenen Wochen hatte der oberste EU-Wettbewerbshüter, Mario Monti, ein hartes Vorgehen gegen Microsoft angekündigt. Aus Sicht der EU missbraucht der Softwarekonzern seine marktbeherrschende Stellung mit dem Betriebssystem Windows und benachteiligt Konkurrenzprodukte wettbewerbswidrig. Finanzexperten messen der hohen Strafzahlung nur symbolische Bedeutung bei. Negative Auswirkungen auf den Aktienkurs seien lediglich kursfristiger Natur.

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