Mobilmachung bei Handygames
Auf dem Markt für Mobiltelefone ist die Hölle los. Mehr als 100 Handyhersteller haben ihre Karten im Spiel um das Milliardengeschäft. In der Schlacht um Marktanteile gilt "Content sells Hardware". Das klingt nach einem lohnenden Geschäft für die Gamesindustrie.
Es herrscht Goldgräberstimmung. Die Prognosen führender Marktforscher für den weltweiten Umsatz mit Wireless Gaming gehen zwar weit auseinander, mitunter machen die Abweichungen sogar Milliarden Dollar aus, in der Grundaussage sind sie aber identisch: Mit Content für Mobiltelefone lässt sich Geld verdienen, insbesondere mit Handyspielen.
Geburtswehen eines Milliardengeschäfts?
Hier beginnt sich ein ganz neuer Markt zu eröffnen, auf dem sich bereits die ersten Publisher tummeln, während sich die Gerätehersteller und Netzbetreiber bereits in gespannter Erwartung die Hände reiben. Einziger Wermutstropfen: Die nach wie vor fehlende Standardisierung bei den Plattformen könnte die ansonsten durchaus sonnigen Zukunftsaussichten für Mobile Games noch trüben. Zumal Entwicklung und Erfolg eines Spiels von der Verbreitung der Endgeräte abhängen.
Zudem muss die Message vom Handy als Spielkonsole noch viel stärker an die Endverbraucher kommuniziert werden. Den größten Akteuren im deutschen Markt, Nokia und Siemens, kommt hierbei eine maßgebliche Bedeutung zu. Und last but not least wäre es gerade für den Gamesbereich nötig, dass die Netzbetreiber die Preise für Datendienste drastisch senken.