Oli Kahns Gesicht nicht mehr in "FIFA"
Jetzt ist es fix: Der "FIFA"-Macher Electronic Arts darf das Konterfei des Team-Keepers Oli Kahn nicht mehr in seinen Spielen verwenden.
Die immer realistischer werdende Darstellung von menschlichen Gesichtszügen in Spielen wird nun Electronic Arts zum Verhängnis. Mit der Entscheidung wurde ein Urteil erster Instanz aus dem Sommer 2003 bestätigt, wonach der Publisher Electronic Arts nicht mehr Namen und Bild Kahns in seinen Spielen verwenden darf. Damit darf das grimmige Konterfei des Team-Keepers auch in zukünftigen "FIFA Football"-Spielen nicht mehr auftreten. Auslöser des Verfahrens war die Darstellung des Bayern-Keepers in der Fußballsimulation "FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2002", für die Kahn nie seine Zustimmung gegeben hat. Auf Electronic Arts könnten nun schwierige Zeiten zukommen. Schließlich ist zu erwarten, dass weitere Spieler dem Vorbild Olis nacheifern.
Mit der Entscheidung ein goldenes Näschen könnte sich der Anwalt Matthias Prinz verdienen. Er erwartet Klagen weiterer Sportler, die in eine ähnliche Richtung gehen könnten. Prinz hat sich wohlwissend auf das Gebiet der Persönlichkeits- und Bildrechte prominenter Persönlichkeiten spezialisiert - zumindest für ihn ein äußerst lukratives Geschäft. Richtig teuer könnte die Sache allerdings für Electronic Arts werden. Eine Schadensersatzklage Kahns könnte in die Millionen gehen.