Pellengahr: "Keine Entwarnung für Mittelstand"
Der Sprecher des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, erwartet keine schnelle Erholung für den deutschen Einzelhandel in den kommenden Monaten.
Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels (HDE), sieht auf den Einzelhandel keine schnelle Erholung zukommen. In der Berliner Phoenix-Runde äußerte er Bedenken, dass mittelständische Unternehmen ein weiteres schwaches Jahr überstehen werden. "Wir können überhaupt keine Entwarnung geben", sagte Pellengahr. Der Einzalhandel habe zwei katastrophale Jahr hinter sich, die ihre Spuren hinterlassen hätten. "Unsere große Sorge ist, dass der Mittelstand auf der Strecke bleibt, weil die Kunden nur noch auf den Preis zu schauen scheinen." Die hohe Arbeitslosigkeit auf der einen und die Sorge um den Arbeitsplatz auf der anderen Seite verhinderten, dass die Bundesbürger Konsumfreude entwickelten. Von Konsumentenschelte halte Pellengahr allerding nicht viel. "Die Konsumenten verhalten sich völlig rational", so der HDE-Sprecher. Auf die Saturn-Werbekampagne "Geiz ist geil" angesprochen, sagte Pellengahr: "Was uns fehlt, ist eine Kampagne von anderen, die sagen: Qualität ist prickelnder." Insgesamt sehe er aber ein Ende der Rabattflut kommen. Die Kunden seien verwirrt ob der immer neuen Angebote, und auch der Handel hätte in den letzten Monaten Lehrgeld zahlen müssen. Für das laufende Jahr rechnet Pellengahr mit Insolvenzen "auf der Höhe der beiden vorangegangenen Jahre".