Polizei durchsucht Crytek-Firmenbüro
Aufgrund von Hinweisen eines ehemaligen Mitarbeiters hat die Kripo Coburg die Büroräume von Crytek durchsucht. Nach Angaben von Crytek-Geschäftsführer Faruk Yerli wird sich der Zwischenfall jedoch nicht auf den geplanten Release von "Far Cry" Ende März auswirken.
Die Kripo Coburg hat heute nach eigenen Angaben eine Durchsuchung der Bürogebäude einer Coburger Softwarefirma sowie der Wohnung des Geschäftsführers durchgeführt. Die Polizei handelte dabei auf Anordnung der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelike in Hof und suchte nach illegaler Software zur Herstellung von Computerspielen. Den Namen der betroffenen Firma nannte die Kripo nicht. Wie sich inzwischen jedoch bestätigte, handelt es sich dabei um Crytek, Entwickler des für Ende März geplanten Spiels "Far Cry". Gegenüber games.markt bestätigte Geschäftsführer Faruk Yerli die Hausdurchsuchung, die nach einem Hinweis eines ehemaligen Mitarbeiters erfolgte. Die Einschätzung der Polizei, dass durch den illegalen Einsatz der Software ein Schaden im sechsstelligen Euro-Bereich eingetreten sei, konnte er nicht nachvollziehen. Zwar sei es nicht auszuschließen, dass Mitarbeiter eigenmächtig Software ohne Lizenz einsetzen, jedoch nicht in diesem Ausmaß. Laut Yerli arbeitet das Team seit dem frühen Nachmittag wieder mit Hochdruck an der Weiterentwicklung von "Far Cry". Der Titel soll wie geplant Ende März erscheinen.