Polizei hebt Piratenring aus

Polizei hebt Piratenring aus

Auch der Polizei Berlin ist ein Schlag gegen einen internationalen Piratenring gelungen. Wieder kamen die Hinweise von der GVU.

Die Stilllegung eines der weltweit vermutlich größten illegalen  war in dieser Woche nicht der einzige Schlag gegen die Raubkopiererszene: Die Polizei in Berlin hat einen Piratenring ausgehoben, dessen Kopf ein 35-Jähriger aus Prenzlauer Berg sein soll. Gemeinsam mit einem 34-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen und einem 31-Jährigen aus Nordfriesland soll die Gruppe mindestens seit Oktober 2000 einen Kundenstamm von über 1200 Personen mit illegaler Software, Filmen und Musik versorgt haben. Die vom Tätertrio europaweit vertriebenen Raubkopien haben nach Polizeiangaben einen Marktwert von etwa 1,15 Mio. Euro. Bei bundesweit durchgeführten Razzien seien über 20.000 raubkopierte CDs sowie zahlreiche PC-Anlagen beschlagnahmt worden. Allein auf den PCs und den Datenträgern des Haupttäters hätten sich Raubkopien im Wert von über 300.000 Euro gefunden. Auf die Spur gekommen sind die Berliner Behörden dem Trio einmal mehr durch die Arbeit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die nach einer Bestellung und der anschließenden Lieferung von Raubkopien den entscheidenden Hinweis gab. Der Fall sei zudem eng mit dem eines 43-jährigen Raubkopierers aus Braunschweig verknüpft. Er habe das jetzt hochgenommene Trio beliefert. Der 43-Jährige war Anfang des Jahres im Rahmen einer bundesweiten Aktion überführt und Mitte des Jahres zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der "Gifhorn"-Fall war bis dato einer der größten Erfolge der GVU im Kampf gegen die Medienpiraterie.

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