Preisoffensive von CDV und Flashpoint

Andreas Jaeger, Sales Director CDV
Andreas Jaeger, Sales Director CDV © None

Der Starterfolg von "Breed" zum Kampfpreis von nur 29 Euro ist all jenen eine Bestätigung, die das Preisniveau bei PC-Erstveröffentlichungen für zu hoch halten. Distributor Flashpoint setzt nun seinerseits Zeichen und hat die Preisempfehlung von "Painkiller" ebenfalls vor VÖ auf 39 Euro gesenkt.

Die Daten der ersten Verkaufstage sprechen eine unmissverständliche Sprache: "Breed" ist auf dem besten Weg, doch der erhoffte Verkaufserfolg zu werden. "Wir freuen uns über das große Interesse an 'Breed', das bereits durch die Vorbestellungszahlen verdeutlicht wurde", kommentiert CDV-Sales Director Andreas Jaeger den Starterfolg. Durch die positiven Verkaufszahlen sieht sich CDV zudem in seinen preispolitischen Entscheidungen bestärkt. Knapp eine Woche vor Release hatte der Karlsruher Publisher den empfohlenen Verkaufspreis um 20 Euro auf rund 30 Euro gesenkt. "Mit dem einmaligen Aktionspreis von 29,99 Euro zum Verkaufsstart ist es uns gelungen, eine breite Masse anzusprechen", so Jaeger. Seinen Aussagen zufolge begrüßte auch der Handel die Aktion und reagierte entsprechend beim Orderverhalten.

Der Erfolg der CDV-Aktion wirft aber auch einmal mehr die Frage auf, ob das Preisniveau im PC-Vollpreissegment nicht prinzipiell auf den Prüfstand gehört. Dass auch andere Publisher derartige Überlegungen anstellen, zeigt der Fall "Painkiller". Flashpoint hat die Preisempfehlung des DreamCatcher-Titels rund einen Monat vor Release ebenfalls herabgesetzt. Zwar ging man nicht vergleichbar aggressiv vor, ein VK von rund 40 Euro sticht dennoch aus der Masse der PC-Vollpreisneuheiten heraus. "Wir sehen 'Painkiller', um das ganz klar zu sagen, nicht als Midprice-Game. Flashpoint wird ein Topvollpreisprodukt zu einem konsumerfreundlichen Preis herausbringen", betont auch Jean-Marcel Sommer, Vorstand bei Flashpoint. Der Preispunkt 39,95 Euro habe sich im Austausch mit Spielern als optimal herauskristallisiert. "40 Euro sind die Schmerzgrenze für ein PC-Spiel, bei dem der Kunde noch gern zugreift", berichtet Sommer. Flashpoint selbst geht davon aus, nun höhere Umsätze durch mehr Abverkäufe erzielen zu können. Schließlich könne der Verkaufspreis eindeutig kaufentscheidend sein, wenn sich der Kunde zwischen zwei Shootern entscheiden müsse.

Für Sommer ist die Preisaktion bei "Painkiller" aber keine reine Frage der Konkurrenzsituation: "Meiner Ansicht nach stehen viele PC-Neuheiten zu teuer im Regal und bremsen sich somit selbst aus", sagt der Flashpoint-Vorstand. Gerade in Zeiten knapper Kassen und hervorragender Budgettitel müssten die Publisher flexibler werden. "Die Branche muss sich endgültig von der Meinung verabschieden, dass jedes PC-Game 50 oder sogar 60 Euro kosten muss, bevor es als hochwertige Neuheit wahrgenommen wird", so Sommer.

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