PSP kommt erst 2005
Sony hat den für Ende des Jahres geplanten Start der PlayStation Portable (PSP) außerhalb des Heimatmarkts Japan verschoben. Man wolle den Softwareentwicklern mehr Zeit für die Fertigstellung der PSP-Spiele einräumen.
Aus dem erwarteten Showdown im Handheldmarkt Ende des Jahres wird nichts, zumindest nicht in Europa und Amerika. Der Sony-Konzern hat die Verschiebung des PSP-Starts in beiden Territorien bestätigt. Laut Presseberichten hält Sony in Japan an dem noch für 2004 geplanten Start fest. Analysten bezweifelten jedoch auch das. Eine Sprecherin der US-Niederlassung von Sony Computer Entertainment sagte gegenüber Reuters, dass in den USA ein Start im März 2005, kurz vor Abschluss des Sony-Geschäftsjahrs, angestrebt werde. Für Europa bemühe man sich ebenfalls um einen Termin im Frühjahr 2005.
"Wir wollen sicherstellen, dass zum Produktstart ausreichend Software zur Verfügung steht. Die Entwickler sollen genug Zeit bekommen, um ihre Produkte für das neue Gerät zu optimieren", so die Sprecherin. Obwohl PSP für Sony ein strategisch wichtiges Produkt ist, zeigten sich Analysten von der Releaseverschiebung wenig überrascht. Sony selbst sieht in der PSP den "Walkman des 21. Jahrhunderts". Das Gerät soll neben Games auch Musik und Filme abspielen können sowie mit verschiedenen anderen Sony-Geräten vernetzbar sein. Zufrieden über die Meldung der PSP-Verschiebung dürfte indes Nintendo sein.
Nintendo plant selbst für Ende des Jahres den Start eines neuen Geräts, des Nintendo Double Screen. Auch Nintendo DS soll nach aktuellen Plänen weltweit synchron in den Handel kommen. Zwar betonen beide Seiten, dass die Geräte auf Grund ihrer Positionierung nicht miteinander konkurrieren, unmittelbar zum Start bleibt den Firmen jedoch nichts anderes übrig, als dieselbe Zielgruppe anzusprechen: die Early-Adoptors unter den Gamern.