Publisher erwischen guten Start
Nach und nach legen die Publisher ihre Umsätze für den Zeitraum März bis Ende Juni 2003 vor. Fast alle Firmen können dabei zum Teil satte Umsatzzuwächse ausweisen. Vor allem EA glänzt mit einem Rekordquartal.
Dieser Tagen veröffentlicht ein Publisher nach dem anderen die Zahlen für das Ende Juni abgelaufene Quartal, meist das 1. im neuen Geschäftsjahr. Und fast alle Ergebnisse haben eins gemeinsam: Sie liegen zum Teil deutlich über denen des Vorjahrs. Einmal mehr weiß dabei Electronic Arts Analysten und Börsianer, aber auch die Konkurrenz zu überzeugen. Zwar fiel EAs Umsatzplus von sechs Prozent auf 353 Mio. Dollar vergleichsweise niedrig aus, doch stiegen operativer und Nettogewinn um schwindelerregende 247 beziehungsweise 148 Prozent. Electronic Arts hat damit in seiner Firmengeschichte eine neue Rekordmarke gesetzt.
Industrieumsätze steigen konstant
Zu den Profiteuren im Softwaregeschäft gehören aber auch die beiden aus Frankreich stammenden Publisher Ubi Soft und Atari. Ubi Soft konnte dank seines Bestsellers "Splinter Cell" ebenfalls einen Rekordumsatz von 66,5 Mio. Euro bilanzieren. Besonders erfreulich für das Unternehmen ist, dass das US-Geschäft 65 Prozent zum Umsatz beisteuerte. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es lediglich 25 Prozent gewesen - ein deutliches Zeichen, dass "Splinter Cell" Ubi Soft die Tür zum US-Markt weit aufgestoßen hat.
Atari wiederum verdankt sein Umsatzplus von 17 Prozent auf 151,4 Mio. Dollar vor allem "Enter The Matrix". Das Spiel konnte im Berichtszeitraum auch die Marke von drei Mio. weltweit verkauften Einheiten übertreffen. Einen Umsatzrückgang musste hingegen Sony Computer Entertainment hinnehmen. Zurückzuführen sei das Umsatzminus von 18,2 Prozent auf 908 Mio. Euro auf die Preisreduzierungen bei der Hardware, denn das Softwaregeschäft ist auch bei SCE gestiegen.
Zu den Verlierern gehört auch Vivendi Universal Games mit einem Umsatz von 134 Mio. Dollar - 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings gibt es auch hier eine einfache Erklärung: 2002 hatte VUG dank "WarCraft III" einen ungewöhnlich hohen Umsatz erzielt, der kaum zu toppen war.