Rekordergebnis bewahrt Take-2-Aktie nicht vor Kursverlusten
Auch die gestern vorgelegten Rekordzahlen von Take 2 Interactive konnten die Aktie des Publishers nicht vor einem Kurseinbruch bewahren. Der Aktienwert gab um bis zu sechs Prozent nach, nachdem bekannt wurde, dass die US-Börsenaufsicht ein Verfahren gegen Take 2 erwägt.
Trotz des außerordentlich guten Geschäftsergebnisses für das Gesamtjahr 2003 gab der Aktienkurs von Take 2 gestern an der New Yorker Börse um bis zu sechs Prozent nach. Der Einbruch erfolgte nachdem bekannt wurde, dass die US-Börsenaufsicht SCE ein Verfahren gegen den Publisher erwägt. Das harte Vorgehen der SCE resultiert aus einem Vorfall aus dem Jahr 2001. Damals hatte Take 2 rückwirkend die Geschäftszahlen aus 2000 revidiert. Nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten hatte die SCE Anfang 2002 den Handel mit Take 2-Aktien für gut einen Monat ausgesetzt. Zudem musste der verantwortliche Finanzchef des Publishers, James David, seinen Hut nehmen. Take 2 hat nun eine letzte Chance, Einspruch zu erheben, um ein Verfahren doch noch zu verhindern. "Wir stehen in Verhandlungen mit der Börsenaufsicht, können aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel mehr sagen, als das wir die Entscheidung der SCE abwarten müssen", sagte Take-2-CEO Jeffrey Lapin.