S.A.D.: Im Non-Games-Markt unterwegs zum Global Player

S.A.D.: Im Non-Games-Markt unterwegs zum Global Player

S.A.D. ist ein inhabergeführter Publisher und Hersteller von Software im Non-Games-Segment. Heute schon in den drei wichtigsten internationalen Märkten aktiv, will S.A.D. in den nächsten drei Jahren zum Global Player reifen, der in allen Märkten erfolgreich operiert.

Die Firmengeschichte von S.A.D. reicht bis in die Mitte der 80er Jahre zurück. Im Jahr 2000 kam es zur entscheidenden strategischen Neuausrichtung, die sich inzwischen als goldrichtig erwiesen hat. Man war aus den Reihen der Sortimentsanbieter ausgeschert und konzentrierte sich auf die Etablierung von Marken: "Wir wollten langfristig zu den führenden Anbietern von Markenprodukten wie,HandyTuner' und,MovieJack' zählen, die sich inzwischen europaweit sehr erfolgreich verkauft haben", sagt Robert Knapp, bei S.A.D. Leiter des Produktmanagements und der Unternehmenskommunikation. Zum Programm gehört auch die neue Serie "SimonTools": "Dafür schmeißen wir die volle Marketing-Maschinerie an, über die wir verfügen. Dabei sind die 'SimonTools' nicht wirklich Neuland für uns. Sie sind allesamt bereits erfolgreiche Einzeltitel und werden nun in einer Serie zusammengefasst, um den Platzhirschen mal ein wenig Dampf zu machen. Der Handel wird sich über Alternativen freuen, der Konsument über ein spitzenmäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis", betont Knapp.

Eine Aussage, die vom gewachsenen Selbstbewusstsein des Ulmer Publishers zeugt. Das kommt nicht von ungefähr. Denn die Firma steht sehr gesund da. So wurden Ende letzten Jahres 70 Prozent der Profite im deutschsprachigen Raum und 30 Prozent im restlichen Ausland realisiert. Eine, wie Knapp versichert, schon heute sehr komfortable Situation, die es S.A.D. ermögliche, neue Entwicklungen besser zu kalkulieren, da man mit seinen Produkten größere Märkte als der Wettbewerb beliefere. "Entsprechend können wir auch qualitativ bessere Produkte herstellen." Obwohl international tätig, verfügt S.A.D. über einen einzigen Standort im schwäbischen Ulm. Die Auslandsdependancen sind keine Tochterfirmen, sondern unabhängige Partner "auf gleicher Augenhöhe, die mindestens zu den Top 5 in ihrem jeweiligen Heimatmarkt zählen, wenn nicht sogar Marktführer sind", so Knapp weiter. "Die Partner copublishen unsere Produkte in den entsprechenden Märkten nach unseren Vorgaben und zahlen dafür Lizenzgebühren." Der Vorteil liegt auf der Hand: Diese Internationalisierungsstragie stellt ein überschaubares unternehmerisches Risiko dar, da lediglich Lokalisierungskosten anfallen. Sollte dann doch einmal wider Erwarten etwas nicht funktionieren, kann man durch einen Partnerwechsel direkten Einfluss auf den betreffenden Markt nehmen.

Das sei aber bislang nicht der Fall gewesen. Vertreten ist S.A.D. inzwischen in jedem wichtigen EU-Land, in den USA und im asiatischen Raum, hier insbesondere in Japan. "Damit haben wir die drei wichtigsten Märkte erreicht. Jetzt planen wir die Ausdehnung in den osteuropäischen Raum, begleiten sozusagen die Osterweiterung der EU. Auch unser Engagement in den USA und Asien soll weiter ausgebaut werden", berichtet Knapp, der sich davon überzeugt zeigt, dass Publisher, die es in nächster Zeit nicht schaffen zu internationalisieren, über kurz oder lang von der deutschen Bühne verschwinden werden. "Die Preise für Markenprodukte sind in der Entwicklung einfach zu hoch, um die Investionen allein am deutschen Markt retournieren zu können. Insofern teilen wir inzwischen das Los der Entertainmentindustrie, die ihre Produkte ebenfalls weltweit vermarkten muss, um wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können." S.A.D. zählt rund 170 aktive Produkte im Sortiment, von denen laut Publisher ca. 30 als Key-Titel promotet und verkauft werden.

Die mit dem Sortiment abgedeckten Bereiche spiegeln die verschiedenen Kernmärkte, die aus Sicht der S.A.D.-Strategen in Zukunft von Bedeutung sein werden. Dazu zählen die Segmente Recording ("DVD Movie Jack"), Home & Office ("Mobile Office"), Foto & Video ("Photomeister") Grafik & Productivity ("PDF-Xchange Pro"), TuneUp ("TuneUp Security Suite") und Security & Utilities ("XP-Tuner Pro"). Zusätzlich bedient S.A.D. noch die Bereiche Lernsoftware ("Anatomie-Atlas"), Edutainment ("Lernen Kompakt") sowie Games, die unter dem Label Purple Hills laufen, und Funprodukte wie "Der Fluppen Drucker". Nicht zu vergessen natürlich die neue Reihe "SimonTools ".

Das Gesamtangebot mutet zwar sehr vielfältig an, wiegt S.A.D. aber in wirtschaftlicher Sicherheit. Knapp: "Wir haben kein Produkt im Angebot, mit dem wir mehr als zehn Prozent, und keinen Kunden, mit dem wir mehr als sieben Prozent des Gesamtumsatzes realisieren. Dadurch befinden wir uns in der glücklichen Lage, weder von Produktsortimenten noch von Kundenstrukturen abhängig zu sein." Die Zielrichtung von S.A.D. ist klar definiert: Im Bereich der wichtigen Markenprodukte will man zu den Marktführern gehören. Knapp präzisiert: "Wir wollen in den nächsten drei Jahren auf allen Märkten weltweit tätig sein. Nicht nur auf den wichtigsten. Zudem wollen wir die nötigen Gewinne erwirtschaften, um dieses Wachstum zu realisieren. Und zwar in der jetzigen Form eines inhabergeführten Unternehmens."

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