SCE-Ergebnis drückt Sony-Zahlen
Mit einem deutlich geschrumpften Gewinn hat der Sony-Konzern das erste Geschäftshalbjahr abgeschlossen. Vor allem die Spielesparte konnte das außergewöhlich gute Ergebnis des Vorjahrs nicht wiederholen.
3,4 Billionen Yen (6,2 Mrd. Euro) hat der japanische Unterhaltungskonzern Sony im ersten Geschäftshalbjahr umgesetzt. Damit wurden von April bis einschließlich September 2003 3,2 Prozent weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. Weit fataler entwickelte sich jedoch der operative Gewinn: Er sank um 51,3 Prozent auf nunmehr 49,9 Mrd. Yen (384,8 Mio. Euro). Zurückzuführen sei das schlechte Abschneiden auf Gewinneinbrüche bei der Electronics-, vor allem aber bei der Gamesdivision.
Sony Computer Entertainments (SCE) Umsatz sank im Geschäftshalbjahr um 29 Prozent auf 286,5 Mrd. Yen (2,21 Mrd. Euro). Gleichzeitig brach der operative Gewinn um 85,6 Prozent auf 3,9 Mrd. Yen (30,4 Mio. Euro) ein. Die Zahlen für das 2. Quartal sehen noch schlechter aus. Einen echten Grund zur Sorge gibt es bei SCE trotzdem nicht. Schließlich wurde im vergleichbaren Vorjahresquartal durch die PS2-Preissenkung ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielt. Außerdem wurde nach Konzernangaben bereits jetzt massiv in eine neue Chiptechnologie investiert. Damit dürfte die Cell-Technologie gemeint sein, die bei der nächsten Konsolengeneration sowie bei künftigen Unterhaltungselektronikgeräten Verwendung finden soll.
Bei genauer Betrachtung der Auslieferungszahlen lässt sich dann auch feststellen, dass vor allem das PS2-Geschäft weiter zulegt. Allein von Juli bis einschließlich September wurden 8,78 Mio. PS2-Konsolen und 44 Mio. PS2-Spiele ausgeliefert. Das sind fast 500.000 Konsolen und zwei Mio. Games mehr als im Vorjahr. Bei der PSone hingegen sanken die Auslieferungsmengen sowohl bei der Hard- als auch bei der Software weiter.
Unabhängig davon hat der Sony-Konzern wenige Tage nach Veröffentlichung seiner Halbjahresergebnisse umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Weltweit sollen innerhalb von drei Jahren rund 20.000 Stellen gestrichen werden. Detailierte Informationen, welche Divisions oder Länder das betrifft, wurden nicht bekannt.