SCED verabschiedet sich von "The Third Place"

SCED verabschiedet sich von "The Third Place"
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Pünktlich zur Games Convention nimmt Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) eine Neupositionierung der PS2 im Marketing vor. Der Claim "Fun, anyone?" spiegelt den neuen Fokus auf das Massenmarktpublikum wider und soll, unterstützt durch Innovationen wie EyeToy und silberne PS2, Einstiegshürden und Vorbehalte gegen Games abbauen.

"The Third Place" war gestern, "Fun, anyone?" ist heute. Mit Beginn der GC - Games Convention startet Sony Computer Entertainment Deutschland eine Kampagne, um PlayStation 2 neu zu positionieren. "Um die installierte Basis zu erweitern, müssen wir einfach zum jetzigen Zeitpunkt auch unsere Brandpositionierung verändern", erklärt Manfred Gerdes, Geschäftsführer SCED, die Gründe für den Wechsel. Nachdem SCED also das Feld der traditionellen Spieler abgegrast hat, wendet sich das Unternehmen nun dem Massenmarktpublikum zu, um es vom Unterhaltungswert des Spielens zu überzeugen. Es ist kein einfacher Schritt, schließlich gilt es, eine neue Klientel anzusprechen, ohne die alte zu vergraulen. Die Chancen dafür stehen allerdings gut: Weder die technisch besser ausgestattete Xbox noch der rein auf Gaming fokussierte GameCube haben es geschafft, PlayStation 2 längerfristig vom Thron zu stoßen.

Kurswechsel in Richtung Massenmarkt

Im Gegenteil: 15,2 Mio. verkaufte Konsolen in den PAL-Regionen sprechen eine deutliche Sprache. Und auch in Deutschland ist PS2 unumstritten erfolgreich. In den zwölf Monaten zwischen der ersten und zweiten Games Convention konnte SCED hier die installierte Basis von einer auf 1,8 Mio. Units erhöhen. Einen Anstieg um 80 Prozent zwischen den beiden GCs gab es auch bei der Zahl verkaufter Zubehörprodukte. Die Menge verkaufter Software, Third-Party-Titel eingerechnet, stieg sogar überproportional um 150 Prozent auf 10,6 Mio. Units an. "Wir werden den Freak auf Basis neuer Softwaretitel weiterhin im Fokus behalten", erläutert Gerdes die Strategie, die Hardcorespieler bei Laune zu halten. Dem bisher nicht spielenden Publikum soll über die langfristige Neupositionierung, die mit einer massiven Kampagne startet, Gaming als gesellschaftsfähige und vorurteilsfreie Freizeitbeschäftigung näher gebracht werden. Geht der Plan auf, erweist sich SCED einmal mehr als Vorreiter der Branche, auch in puncto Imageverbesserung und Akzeptanz von Games in der Gesellschaft. Entscheidend für den Erfolg dürfte sein, ob es dem Neu-Isenburger Unternehmen tatsächlich gelingt, die positiven Attribute "originell, innovativ und modern", mit denen die Marke "PlayStation" seit Jahren verbunden wird, beizubehalten und auch in den Massenmarkt zu portieren.

15,2 Mio. verkaufte Units in den PAL-Regionen

Auch hier ist SCEDs Weg über besondere Produkte viel versprechend: So ist EyeToy eine der wenigen echten Innovationen des Jahres der Spielebranche. Und die für die Games Convention angekündigte silberne PS2 folgt dem aktuellen Trend im TV-Geschäft: hin zur Farbe Silber bei UE-Geräten. Bemerkbar macht sich die Neuausrichtung in der Markenkommunikation auch bereits auf der Games Convention. Dort überrascht SCED einmal mehr mit einem ausgefallenen Standkonzept, dass die existierende Genrevielfalt abbildet, Spieler und Nichtspieler gleichermaßen anspricht und beide Gruppen sowohl bei der aktiven Unterhaltung an den Konsolen als auch der passiven Unterhaltung durch die Bühnenshow auf einer Ebene zusammenführt. Fun, anywhere!

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