Sega schießt scharf
Sega sorgte nicht nur mit strategischen Maßnahmen wie dem Aktienverkauf an Sammy und der Zusammenarbeit mit THQ für Aufsehen, sondern auch durch die Klage gegen Electronic Arts. Das geschützte Spielprinzip des Dreamcast-Titels "Crazy Taxi" wurde für "The Simpsons: Road Rage" unrechtmäßig kopiert.
Sega of America hat Klage gegen Fox Filmed Entertainment, Radical Games, Electronic Arts und den inzwischen zu Vivendi Universal Games gehörenden Entwickler Fox Interactive eingereicht. Sega wirft den Unternehmen vor, mit dem Spiel "The Simpsons: Road Rage" bewusst das Sega-Spiel "Crazy Taxi" kopiert zu haben. Sega will mit der Klage den Verkauf von "Simpsons Road Rage" in Amerika stoppen und die Hersteller zwingen, alle im US-Handel befindlichen Spiele zu retournieren sowie Schadenersatz für entgangene Profite zu zahlen.
Aktienverkauf, Kooperation, Klage
Eine erneute Annäherung erreichte man im Gegenzug mit Sammy. Nachdem die Fusion Sammy - Sega im Frühjahr 2003 geplatzt war, konnte sich Sammy nun beinahe ein Viertel der Sega-Aktien sichern. Sammy hat für 45 Mrd. Yen (ca. 343 Mio. Euro) 22,4 Prozent Anteile an Sega vom Hauptanteilseigner CSK erworben. Das entspricht 39,1 Mio. Aktien. Sogar an eine Übernahme durch einen Anteil von über 50 Prozent wird bei Sammy nun wieder gedacht. Konkrete Pläne sind jedoch nicht bekannt.
Mit THQ konnte man die Zusammenarbeit ausbauen. Im Bereich GBA wurde ein Copublishingabkommen über die Titel "Sonic Battle" und "Sonic Advance 3" in Nord-, Mittel- und Südamerika unterzeichnet. Der Vertrag untermauert das Bestreben, bei GBA mit vereinten Kräften zu agieren.