Sidewinder vor dem Aus
Auch ein Bill Gates hat nicht überall die Nase vorn: Das unrentable Geschäft mit Gaming-Devices wird von Microsoft jetzt eingestellt.
Die Zahlen dürften Bill Gates nicht begeistert haben: Der Umsatz mit PC-basiertem Home Entertainment ist rückläufig. Microsoft bilanzierte im dritten Quartal (1. Januar bis 31. März 2003) des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 22 Prozent beim Umsatz mit PC-Hardware und PC-Consumer-Software.
Jetzt zog das Unternehmen den Stecker: Mit sofortiger Wirkung steigt Microsoft aus dem Geschäft mit PC-Spieleingabegeräten aus. Das bedeutet das Aus für die komplette Sidewinder-Reihe, die Controller, Joysticks und Lenkräder umfasst. Auch um das Sprachübertragungssystem GameVoice ist es damit geschehen.
Den technischen Support will Microsoft jedoch zunächst aufrechterhalten, auch sollen während der nächsten Jahre Treiber für kommende Betriebssysteme aus demselben Haus bereitgestellt werden. Tastaturen und Mäuse sind von der Maßnahme nicht betroffen. Hier sieht Microsoft weiterhin großes Potenzial.
Microsoft wird die Garantiezeiten, wie sie in der Produktdokumentation beschrieben sind, einhalten. Weiterhin gelten im Falle eines Sachmangels des Produkts die gesetzlichen Gewährleistungsfristen. Der Kunde kann sich in diesem Fall an seinen Händler wenden.
Die Mitbewerber sind von Microsofts Schritt nicht überrascht: "Ich kann Microsoft verstehen. Auch Logitech wird seinen Schwerpunkt in Zukunft auf Konsolenprodukte legen, wo wir mit einem Boom für Onlinezubehör rechnen. Wir glauben aber mittelfristig an eine Belebung des PC-Markts", so Katja Schleicher, Marketing Managerin Logitech. Ähnlich denkt Stefan Wöger, GF Saitek: "Mit unseren Produktneuheiten 2003, speziell unserer innovativen Joystick-Line, werden wir die Marktbelebung mit vorantreiben."