Studie: Europäische Verbraucher zurückhaltend bei Weihnachtsausgaben

Studie: Europäische Verbraucher zurückhaltend bei Weihnachtsausgaben

Sinkende Haushaltseinkommen und die trüben Konjunkturaussichten lassen die europäischen Verbraucher auch im Weihnachtsgeschäft vermehrt sparen. Angeführt werden die Sparwilligen von den Bundesbürgern.

Die europäischen Verbraucher wollen auch im Weihnachtsgeschäft vermehrt sparen. Das geht aus der neuesten Studie zum Verbraucherverhalten von Deloitte & Touche hervor. Ein Hauptgrund für die Sparsamkeit seien die trüben Konjunkturaussichten. 38 Prozent der Verbraucher sind danach der Meinung, in ihrem Land herrsche eine Rezession. Am pessimistischsten sehen die Franzosen die derzeitige Wirtschaftsentwicklung, 66 Prozent der Teilnehmer aus dem Nachbarland glauben an eine Rezession. In Deutschland liegt dieser Wert bei 42 Prozent, am optimistischsten ist man mit 18 bzw. 19 Prozent in Irland und Schweden. Auch das zu erwartende Haushaltseinkommen ist mit ausschlaggebend für die Bereitschaft der Verbraucher, verdientes Geld auch wieder auszugeben. Fast 60 Prozent der Deutschen sind laut der Studie der Meinung, trotz Steuerreform im nächsten Jahr weniger Geld zur freien Verfügung zu haben als 2003. Am niedrigsten ist dieser Wert mit 20 Prozent in Schweden. Die Sparfreudigkeit der deutschen Verbraucher spiegelt sich dann auch im Durchschnittsbudget für Weichnachtsausgaben wider. Rund 567 Euro, so hat die Studie ergeben, gibt der Deutsche im Durchschnitt für Geschenke, Weihnachtsbaum und Sonstiges aus. Das sind fast 20 Prozent weniger als der europäische Mittelwert. Zudem warten immer mehr Verbraucher auf den letzten Moment, um Anschaffungen zu tätigen. Grund hierfür sind zu erwartende Preisnachlässe kurz vor den Feiertagen. 20 Prozent der Verbraucher gehen sogar so weit, ihre Geschenke erst nach Weihnachten zu kaufen, um von Rabatten nach dem 26. Dezember zu profitieren. In Deutschland stehen Bücher nach wie vor ganz oben auf den Wunschzetteln, gefolgt von DVDs, Musik-CDs und Videos. Das deutsche Problem der mangelnden Hardwaredurchdringung zeigt sich mal wieder bei dem Wunsch nach Videospielen. Während Spiele für Konsolen in den europäischen Nachbarländern der Weihnachtsrenner werden sollen, greifen deutsche Verbraucher eher zu Kosmetikartikeln.

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