Studie zur Finanzkraft der 13- bis 24-Jährigen
Die Einnahmen der 13- bis 24-jährigen Deutschen sind im vergangenen Jahr auf 62,1 Mrd. Euro gestiegen. Für Computer, Zubehör, Spiele und CDs haben die jungen Leute allerdings nur wenig Geld übrig. Das zeigt die aktuelle Studie des Instituts für Jugendforschung (IJF) in Zusammenarbeit mit Roland Berger Market Research.
Deutsche Jugendliche und junge Erwachsene verfügen über jährliche Einnahmen in Höhe von 62,1 Mrd. Euro. Dies geht aus der aktuellen repräsentativen Studie zur Finanzkraft der 13- bis 24-Jährigen in der Bundesrepublik Deutschland des Instituts für Jugendforschung (IJF) in Kooperation mit Roland Berger Market Research hervor. Die Einnahmen sind damit um rund zehn Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser doch sehr deutliche Anstieg ist auf zwei Gründe zurückzuführen: Zum einen haben bei den 13- bis 17-Jährigen die Geldgeschenke zugenommen, zum anderen stiegen die Einnahmen der 18- bis 24-Jährigen durch regelmäßige Gehälter.
Viel Geld fließt in Handyverträge
Trotz der gestiegenen Einnahmen hat das IJF jedoch einen Rückgang des Sparvolumens bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt. Nur 62 Prozent der Befragten gaben an, über ein Sparguthaben zu verfügen. Bei einem durchschnittlichen Wert der Sparguthaben von 2430 Euro beläuft sich die Gesamtsumme der Sparguthaben auf 17,1 Mrd. Euro. Eine erfreuliche Entwicklung gab es bei den Schulden: Nur elf Prozent der Befragen gaben an, Schulden zu haben, die sich im Schnitt auf 1550 Euro belaufen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sowohl der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Schulden machen, gesunken, als auch die durchschnittliche Schuldenhöhe.
Obwohl die Einnahmen gestiegen und das Sparvolumen gesunken ist, geht aus den Daten des IJF hervor, dass die 13- bis 24-Jährigen in Deutschland trotzdem weniger Geld frei verfügbar haben. Im Schnitt können die Befragten über 2690 Euro im Jahr frei verfügen - natürlich mit deutlichen Unterschieden in den jeweiligen Altersgruppen: Während die 21- bis 24-Jährigen über jährlich 4330 Euro frei verfügen können, liegt der Wert bei den 13- bis 17-Jährigen bei nur 930 Euro. Ähnlich wie bei den Sparguthaben haben die Marktforscher des IJF festgestellt, dass männliche Teens und junge Erwachsene finanziell besser dastehen als weibliche.
Nur zwölf Euro für Games & Co.
Zum Teil deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Als Grund für die gesunkenen Werte beim frei verfügbaren Geld hat das IJF feste Ausgabeposten wie beispielsweise Handyverträge ermittelt. Nichtsdestotrotz ist die Konsumlust der 13- bis 24-Jährigen ungebrochen: Das meiste Geld geben sie mit im Schnitt 52 Euro pro Monat für Auto, Motorrad, Moped oder für Benzin aus. Es folgen die Produktgattungen Kleidung, Lebensmittel/Süßigkeiten sowie Essen und Trinken beim Ausgehen. Im Schnitt 18 Euro investieren die 13- bis 24-Jährigen im Monat in Eintrittsgelder für Discos und für Konzerte. Je zwölf Euro entfallen auf die Produktgattung Computer, Zubehör und Computerspiele sowie CDs, MCs, Schallplatten und MDs. Für Kinokarten wenden sie im Schnitt zehn, für DVDs und Videos sechs Euro pro Monat auf. Die Studie des IJF zeigt außerdem, dass männliche Jugendliche und junge Erwachsene für Musik, Computer, Kino und Videos im Schnitt mehr Geld ausgeben als ihre Altersgenossinnen.