T-Online an AOL interessiert

T-Online Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop soll mit Time Warner über AOL verhandeln
T-Online Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop soll mit Time Warner über AOL verhandeln © None

Laut einem Zeitungsbericht führt der Internetanbieter T-Online Gespräche mit Time Warner über den Erwerb von AOL. Der Kaufpreis soll bei einer Mrd. Dollar liegen - kein Problem für die T-Online AG, die auf eine prall gefüllte Kriegskasse zurückgreifen kann.

Das Darmstädter Internetunternehmen T-Online verfügt über Barmittel in Höhe von rund vier Milliarden Euro und ist dringend auf der Suche nach internationalen Partnern, um die Expansion voranzutreiben. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung führt das Unternehmen derzeit Gespräche mit Time Warner, die ihre ungeliebte Internettochter AOL loswerden wollen. Das Szenario sieht vor, dass T-Online 70 Prozent der Aktien von AOL übernimmt, 30 Prozent verbleiben bei Time Warner. Dafür sollen die Darmstädter eine Milliarde Dollar zahlen. AOL hat weltweit fast 25 Mio. Abonnenten, Tendenz sinkend. T-Online hat laut jüngstem Quartalsbericht erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Die Kundenzahl beziffert das Unternehmen auf 12,9 Mio., die meisten davon in Deutschland. T-Online startete Anfang November einen Video-on-Demand (VoD)-Dienst über Breitband-Internet. Mit dem Zukauf käme das Internetportal Hollywood und seinen attraktiven Inhalten einen weiteren Schritt näher. Inhalte für den Filmabrufservice liefern bereits Universal, MGM, Dreamworks und die deutsche Constantin. Gegenüber dem Nachrichtensender n-tv kommentierte Kai-Uwe Ricke, Chef des Mutterkonzerns Telekom, den Zeitungsbericht mit den Worten: "Da ist nichts dran". Mehr zum Thema

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