Test.drive: "Ratchet & Clank 2"

Test.drive: "Ratchet & Clank 2"
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Bis an die Zähne bewaffnet und mit neuester Technik ausgestattet melden sich die Fledermaus-Hasen-Kreuzung Ratchet und deren Roboterkumpel Clank in einem Spielspaßfeuerwerk allererster Güte zurück.

Bei seinem zweiten Abenteuer nimmt das ungleiche Duo einen lukrativen Auftrag an. Die beiden Helden sollen eine wertvolle Erfindung beschaffen, die einem ominösen Firmenboss der Bogan-Galaxie von einem mysteriösen Maskierten gestohlen wurde. Um das Diebesgut zu erlangen, müssen 20 Planeten per Raumschiff bereist und anschließend erkundet werden. Nach dem Landeanflug auf das gewünschte Planetensystem findet sich der Spieler in weitläufigen 3D-Arealen wieder. Mit Clank auf Ratchets Rücken geschnallt, hüpft und ballert sich der Spieler mal durch Sumpf-, Eis- oder Wüstengebiete, dann wiederum durchstöbert er Laborkomplexe, Waffenfabriken und unterirdische Höhlen. Pro Planet gilt es mehrere Aufträge zu erfüllen, die nacheinander zu absolvieren sind.

Sporadisch darf auch Clank gesteuert werden. In einer Mission mutiert der Metallknirps etwa zum Riesenroboter und liefert sich mit einem gegnerischen Mech eine spektakuläre Schlacht. Einige Einsätze finden direkt im Weltall statt: Wie bei klassischen Shoot'em-Ups wird das eigen Raumschiff aus der Schulterperspektive gesteuert. Mit Turbo-Boosts und Seitenrollen foppt man feindliche Jäger und feuert gezielte Laserschüsse, Raketen und Torpedos ab. In puncto Waffenvielfalt ist "Ratchet & Clank 2" mit 24 ausgefallenen Modellen, vom Scharfschützengewehr über Wurfstern bis hin zur Miniatombombe, vorbildlich. Die regelmäßige Nutzung einer bestimmten Waffe wird wie in einem Rollenspiel mit Upgrades belohnt. So mutiert das einst harmlose Impulsgewehr zum tödlichen "Verdampfer". Nicht minder entbehrlich sind die insgesamt 22 Gadgets: Mit den Grind-Schuhen schlittert man über Geländer, mit den Schwerkraftstiefeln läuft man Wände hoch und via Raketenantrieb überwindet man Schluchten.

Neu sind u. a. ein Fluggleiter sowie diverse Hightechgeräte, die zur Lösung von (meist einfachen) Rätseln benötigt werden. Die fantasievollen Level fordern zudem nicht selten die Hüpfkünste des Spielers: Knifflige Plattformhopsereien wechseln sich mit Schwindel erregenden Schwunghakenaequenzen ab. Für einen zusätzlichen Motivationsschub bürgen höchst unterhaltsame Minigames, darunter Hoverbike-Rennen im Podracer-Stil. Auch der Soundtrack verdient Erwähnung: Aus den Lautsprechern tönen treibende Drum 'n' Bass-Tracks und dramatische Streicherstücke, die stets zum Science-Ficition-Ambiente passen.

Fazit: Dank Riesenumfang, Spielwitz in rauen Mengen und Toptechnik landet der "Spyro"-Entwickler Insomniac Games erneut einen Hit. Etliche frische Waffen und Gegenstände, spaßige Minispiele und witzige Einfälle am laufenden Band begeistern auch Kenner des Erstlings. Technisch ist der Titel erneut PS2-Spitzenklasse. Die Schauplätze strotzen nur so vor Details und grafischen Finessen; trotzdem bleibt die Grafik ruckelfrei und bietet obendrein eine beachtliche Weitsicht. Zusammen mit "Jak II: Renegade" derzeit das beste Hüpfspiel für PlayStation 2.

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