The Phantom Menace
Eine weitere neue Konsole schickt sich an, Xbox und Co. Marktanteile abzuringen. Eine tückische Intrige des PC-Lagers im Spielekrieg?
Anspruchsvolle Schöngeister, die sich von der eintönigen Optik eines handelsüblichen Heimcomputers tendenziell abgeturnt fühlen und lieber bequem vom Designersofa aus die neuesten Spielehits zocken, sollten sich auf dem Kalender den Oktober dick mit einem roten Marker anstreichen. Dann nämlich soll der Startschuss für die nagelneue Konsole aus dem Hause Infinium Labs fallen, die den Spielemarkt gründlich aufmischen soll.
Überfliegt man die technischen Spezifikationen des "Phantom" getauften Geräts, drängt sich einem unweigerlich der Eindruck auf, es hier mit einem hochgerüsteten High-End-PC im durchgestylten Konsolenlook zu tun zu haben. Im Innern des edlen Gehäuses schlummert ein drei Gigahertz starker Prozessor, unmittelbar neben der leistungsstarken Nvidia-Grafikkarte und den flotten 256 MB DDR-RAM. Auf der integrierten Festplatte haben satte 100 Gigabyte Platz, die per Games on Demand über das Internet mit Spielen gefüttert werden können. Auf Spiele, die klassisch per CD oder DVD daherkommen, verzichtet Phantom nämlich vollends.
Inwiefern das mysteriöse Phantom nun bei einem Preis von umgerechnet knapp 355 Euro und weiteren ca. 3 bis 45 Euro pro heruntergeladenem Spiel eine lohnenswertere Anschaffung als ein ganz normaler PC darstellt, ist eine Frage, die sich wohl jeder Spieler selbst beantworten muss.