US-Gesetzesvorlage: Hohe Haftstrafen für P2P-Nutzer
Eine von zwei US-Senatoren vorgestellte Gesetzesvorlage sieht vor, dass Nutzer von P2P-Börsen zu bis zu drei Jahren Haft verurteilt werden. Abfilmern drohen gar fünf Jahre Gefängnis.
Eine von zwei US-Senatoren vorgestellte Gesetzesvorlage sieht vor, dass Nutzer von P2P-Börsen zu hohen Haftstrafen verurteilt werden können. Wer demnach nur eine einzige Kopie eines Films oder einer Musik-CD vor dem offiziellen Erscheinungsdatum in seinen Tausch-Ordner stellt, begeht künftig eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet werden kann. Darüber hinaus sieht die Vorlage eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar vor. Die Initiative ist bereits jetzt umstritten, da der Tatbestand auch dann gelten soll, wenn gar keine tatsächliche Copyrightverletzung stattgefunden hat. D.h. es reicht für die Initiatoren und die MPAA, die den Gesetzentwurf ausdrücklich unterstützt, bereits aus, wenn jemand eine Film- oder Musik-Datei in einen P2P-Ordner, auf einen FTP-Server oder eine Website stellt - unabhängig davon, ob sich überhaupt jemand jene Datei herunterlädt. Auch gegen Abfilmer in Kinos sieht die Vorlage drastische Strafen vor. Wer hier erwischt wird, soll für bis zu fünf Jahre hinter Gitter wandern.