US-Studie: Unrechtsbewusstsein bei Piraterie ausgeprägter

US-Studie: Unrechtsbewusstsein bei Piraterie ausgeprägter

Nach einer aktuellen E-Poll-Studie sind sich immer mehr Downloader der Unrechtmäßigkeit ihrer Taten bewusst - vor allem beim Herunterladen von Filmen.

Das Unrechtsbewusstsein bei jungen Downloadern ist in den letzten sechs Monaten ausgeprägter geworden, wie eine Studie zur Onlinepiraterie von E-Poll belegt. Dabei scheint das Herunterladen von Spielfilmen verwerflicher als das von Musikdateien. E-Poll hatte vor dem Hintergrund der RIAA-Klagewelle jeweils im April und Oktober über 1000 Internetnutzer nach ihren Ansichten zu illegalen Downloads befragt. So waren im Oktober 47,4 Prozent der befragten Internetnutzer der Meinung, es sei moralisch falsch, Musik aus dem Internet zu ziehen. 57,2 Prozent waren es bei Spielfilmen. Im April befanden noch 42,8 Prozent (Musik) bzw. 50,1 Prozent (Film) das Nutzen von Tauschbörsen als verwerflich. Vor allem bei der Gruppe der 13- bis 17-Jährigen hat sich der Studie zufolge einiges getan: Auf die Frage, ob es illegal sei, Musik und Filme herunterzuladen, antworteten im April 27,5 Prozent (Musik) bzw. 37,7 Prozent (Film) mit "Ja". Im Oktober waren es bei Musik schon 43,1 Prozent; 49,2 Prozent der Teenies war bewusst, dass Filmdownloads gegen das Gesetz verstoßen. Der Klagewelle des Industrieverbands RIAA selbst stehen alle Befragten jedoch eher ablehnend gegenüber: nur 37,6 Prozent finden es richtig, dass die Industrie File-Sharer verstärkt vor den Kadi zerrt. Im Zuge der Studie wurde auch nach möglichen Alternativen zu illegalen Musikdownloads gefragt. Demnach waren 65,5 Prozent der Meinung, dem Piraterieproblem sei durch eine Reduzierung des CD-Preises um wenigstens fünf Dollar beizukommen. Kostenpflichtige Downloads befürworteten 22,7 Prozent, während CD-Singles mit 11,8 Prozent als wenig geeignete Alternative gesehen wurde.

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