Versandbranche profitiert vom E-Commerce
Im Jahr 2003 setzte die deutsche Versandhandelsbranche 21 Mrd. Euro um, was einem Minus von 1,3 Prozent entspricht. Während Universalversender wie Quelle und Neckermann Einbußen zu verzeichnen hatten, wuchs der Internetversandhandel um 34 Prozent.
Die deutsche Versandhandelsbranche hat im vergangenen Jahr unterschiedliche Umsatzentwicklungen und ein differenziertes Bild innerhalb der Branche ausgemacht. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bhv) setzten die Versandhandelsunternehmen in Deutschland 21 Mrd. Euro um, das waren 1,3 Prozent oder 280 Millionen Euro weniger als 2002. Die Spezialversender, also die Fachhändler unter den Versendern, konnten demnach 2003 ein Umsatzplus von 3,9 Prozent verbuchen. Die sieben warenhausähnlichen Universalisten (darunter Neckermann, Otto und Quelle) hingegen mussten ein Minus von 5 Prozent hinnehmen. Am positivsten fiel die Bilanz für den Internetumsatz des Versandhandels aus: Dieser stieg 2003 um 34 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Damit habe sich der E-Commerce-Umsatz gegenüber dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht und erreiche inzwischen einen Anteil am gesamten Versandhandelsumsatz von gut 17 Prozent, so der bhv. Darüber hinaus verzeichnete der Verband in den beiden Jahreshälften völlig verschiedene Umsatzentwicklungen: So schloss der Versandhandel das erste Halbjahr noch mit knapp einem Prozent Wachstum ab und erwartete für das Gesamtjahr ein sicheres Umsatzplus. Im Sommer jedoch sei mit Rekordtemperaturen und vor allem den Reformdebatten eine Trendwende erfolgt, die in einem Umsatzminus von 3,4 Prozent im dritten Quartal mündete. Im vierten Quartal betrug das Minus gar vier Prozent.