Videoindustrie präsentiert Jahresbilanz

Videoindustrie präsentiert Jahresbilanz

2003 erzielte die deutsche Videobranche laut BVV vor allem dank DVD erneut ein hervorragendes Ergebnis. Der Verleihmarkt brach hingegen dramatisch ein. Auf ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder des Videoverbands zudem einen neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Die deutsche Videoindustrie erwirtschaftete im vergangenen Jahr erneut einen Rekordumsatz. Mit 1,555 Mrd. Euro lagen die Umsätze mit dem Verkauf und Verleih von Bildtonträgern laut Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) und GfK 2003 um elf Prozent über dem Vorjahresergebnis und um 83 Prozent über dem vergleichbaren Kinoeinspielergebnis (850 Mio. Euro). Der Kaufmarkt glänzte mit einer Steigerung von über 20 Prozent auf einen Umsatz von 1,253 Mrd. Euro.

Rekordumsatz dank DVD

Das um knapp 40 Prozent rückläufige VHS-Geschäft wurde durch den Anstieg bei DVD mehr als kompensiert. Erstmals wurde allein mit dem Verkauf von DVDs mehr als eine Mrd. Euro Umsatz erzielt; insgesamt schlugen hier 1,053 Mrd. Euro zu Buche. Von 84,9 Mio. verkauften Bildtonträgern waren ca. drei Viertel DVDs. Der Verleih musste vor allem durch die Zunahme der illegalen Vervielfältigung erhebliche Einbrüche hinnehmen. Ein Umsatz von 302,1 Mio. Euro bedeutet einen Rückgang um 15,8 Prozent gegenüber 2002. Die Zahl der Vermietvorgänge lag mit 113,6 Mio. auf dem niedrigsten Niveau seit Einführung der GfK-Analyse im Jahr 1985. Insgesamt wird über den Verleih nur noch rund ein Fünftel der Gesamtumsatzes erzielt.

Neuigkeiten aus dem Videoverband gab es jedoch nicht nur zur Marktentwicklung. Der BVV hat seit Mitte Februar einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Dirk Lisowsky, Geschäftsführer Universal Pictures, wurde von den BVV-Mitgliedern gewählt. Lisowsky tritt die Nachfolge von Jean Hermsen an, der nach seinem Ausscheiden bei Warner Home Video das Amt nicht mehr weiterführen konnte.

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