Vobis schließt Zentrale in Aachen
Mitte dieses Jahres macht die PC-Handelskette Vobis ihre Aachener Zentrale dicht. Künftig soll das Geschäft von Potsdam aus geleitet werden. Etwa 180 Angestellte verlieren durch die Maßnahme ihren Job.
Der Wirtschaftsstandort Aachen muss eine Schwächung hinnehmen. Die Schließung der Vobis-Zentrale in Aachen lässt etwa 180 Mitarbeiter ohne Job zurück. Bis Mitte des Jahres will die PC-Handelskette ihre Zentrale aufgeben, wobei die Schließung laut Betriebsratsvorsitzendem Uwe Scherf fließend erfolgen soll. Die Filialen sollen künftig von Potsdam aus geleitet werden. Marketing und Einkauf werden in Braunschweig geregelt.
Laut Scherf kam die Aufgabe der Zentrale auf Druck der Gesellschafter - der Firma Divanco - zustande. Scherf sprach von einer "wirtschaftlichen Katastrophe" für Aachen. Konkrete Pläne zur Arbeitsbeschaffung für die 180 betroffenen Mitarbeiter gibt es nicht. Scherf hofft, dass die sie in Konzerntöchtern oder anderen Unternehmen in der Region unterkommen können. Bei einigen sei die Vermittlung bereits gelungen. Eine Sprecherin von Vobis rechtfertigte den Schritt aus wirtschaftlicher Sicht mit einer "deutlichen Kostensenkung" und einer "Gesundschrumpfung".