VUD setzt auf Gameshouse-Konzept

VUD-GF Ronald Schäfer
VUD-GF Ronald Schäfer © None

Mit einer satten Zweidrittelmehrheit haben die Mitglieder des VUD am 14. Januar dem von Hauptgeschäftsführer Ronald Schäfer präsentierten Gameshouse-Konzept zugestimmt. Es sieht die Etablierung eines Kommunikationszentrums für digitale interaktive Kultur vor.

Der Umzug des Branchenverbands nach Berlin war bereits Ende letzten Jahres beschlossene Sache. Lediglich geeignete Räumlichkeiten für die VUD-Geschäftsstelle galt es in der Hauptstadt noch zu finden. Doch selbst diese Aufgabe ist bereits erledigt. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung Mitte Januar stellte Ronald Schäfer nicht nur eine Immobilie, sondern auch ein mit dem Namen Gameshouse verbundenes Nutzungskonzept vor, das der Branche und ihren Themen eine breite Außenwirkung garantiere. Das denkmalgeschützte Gebäude, ein weitgehend verglaster Pavillon mit angrenzendem Bürotrakt, befindet sich zwischen Alexanderplatz und Frankfurter Tor in der Karl-Marx-Allee 45, einer der Hauptverkehrsadern Berlins, und wurde als zentraler Ort öffentlicher Präsentation konzipiert.

Die Immobilie bietet eine Nutzfläche von ca. 1150 Quadratmetern, gegliedert in Repräsentationsflächen (ca. 900 qm) und Büroflächen (ca. 240 qm) auf drei Ebenen. Alle Flächen seien nach Auskunft des privaten Trägers, ein Architekturbüro, für eine öffentliche Nutzung nicht nur geeignet, sondern auch baurechtlich zugelassen. Ein bereits genehmigter Anbau ermögliche gegebenenfalls sogar die Erweiterung der Nutzflächen. Als Nutzungsmöglichkeiten führte Ronald Schäfer u. a. die Einrichtung eines Computerspielemuseums, eines Merchandisingladens und eines Coffee-Shops an. Zudem könnten in den Räumlichkeiten Produktpräsentationen der Mitgliedsfirmen sowie Sonderschauen, Ausstellungen und Abendveranstaltungen stattfinden.

Die Seminar- und Schulungsräume könnten ebenfalls durch externe Veranstalter gegen Mietzahlung genutzt werden. Das geplante Gameshouse, so Schäfer, werde ein Showcase des Mediums Unterhaltungssoftware gegenüber der Politik, den Medien, der Gesellschaft sowie branchenintern: "Es ist ein Kommunikationszentrum für digitale, interaktive Kultur. Es ist ein Kulturtempel und Plattform für die Kommunikation der Branche." Vor allem sei es die einmalige Chance, dass eine Vision Wirklichkeit werde. "'Gameshouse - Das Haus für interaktive Kultur' ist ein notwendiger Baustein unserer Mission der Förderung und Etablierung des gesellschaftlich-kulturellen Ansehens und der politisch-wirtschaftlichen Bedeutung der Industrie für interaktive Unterhaltungssoftware", sagte Schäfer.

Die VUD-Mitglieder haben dem Projekt mit fast 70 Prozent zugestimmt. Gegenüber games.markt sagte Schäfer, der VUD werde alle Hebel in Bewegung setzen, damit das Gameshouse noch vor Beginn des kommenden Herbst- und Weihnachtsgeschäfts seinen Betrieb aufnehmen kann.

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